Herzschmerz

Erst Herzprobleme, dann Untersuchungen, schließlich die Entwarnung: Sport? Ohne Einschränkungen. Eisschwimmen? Auch das. Nur eine Frage bleibt offen: Was hat die Beschwerden ausgelöst? Eine Suche mit Verunsicherung.

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Vor einigen Wochen. Das Herz schmerzt. Es ist kein Liebeskummer? Oder war es im Grunde doch genau der? Hinter mir liegen jedenfalls anstrengende Wochen. Beruflich. Privat. Viel Arbeit und Stress, wenig Ruhe.

Dann komme ich von einer Reise aus den Bergen zurück. Spät am Abend. Schon die Bahnfahrt nach Hause ist alles andere als entspannend. Gehört inzwischen wohl dazu. Sage ich mir jedenfalls. Die Nacht ist unruhig.

Alles gut?

Am nächsten Morgen wache ich mit einem beklemmenden Gefühl in der Brust auf. Enge. Atmen fällt schwer. Mein Herz zickt. Nicht zum ersten Mal. Schon in den Wochen zuvor hatte ich ähnliche Momente. Ich habe sie abgetan. Wird schon wieder. Diesmal will ich nicht verschieben. Es ist Samstag. Ich rufe den Notarzt. Was folgt, ist das ziemlich umfängliche Programm des deutschen Gesundheitssystems.

Notfall-EKG, Klinik, Untersuchungen. Kein Herzinfarkt. Immerhin. Danach Hausärztin, Kardiologe, wieder EKG, Ultraschall, CT, schließlich Herzkatheter. Das Ergebnis: nichts.

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Kommentare

4 Kommentare zu „Herzschmerz“

  1. Antje Schwartz

    Hallo Jörg! Kann ich so gut nachempfinden, daher mal raus aus der Insta-Anonymität. Ich bin im Frühjahr ein paar Tage nach dem Cold Water schwimmen, in der Binzer Bucht in der Chest Pain Unit gelandet und mit eine meiner größten Sorgen war es nicht mehr ins kalte Wasser zu dürfen. Letztendlich war es Selbstüberschätzung, bei heftigem Sturm und Wellen und ungeübt in Neopren und nur mäßig begnadete Schwimmerin, mich durch das Meer zu kämpfen, was dann zum Glück doch nicht zu Herzprobleme geführt hat, aber zu einer Knorpelentzündung am Übergang von den Rippen zum Brustbein und zum Rücken und den Luftröhre hoch und erst nach ein paar Wochen Ibuprofen und keinen Sport machen wieder weggegangen ist. Die Verunsicherung blieb und ich bin ziemlich aufgeregt und verunsichert, ob ich gut auf mich höre im Frühsommer in das nächste Abenteuer in die Arktis gestartet. Das war aber gut so. Jetzt ist wieder alles weitgehend in Ordnung, die Erinnerung an das Scheissgefühl bleibt, abgewogen wird genauer, aber letztendlich eine unendliche Dankbarkeit bewusst dort weiterzumachen, wo man hin möchte oder ist. in diesem Sinne weiter viel Spaß. Es war schön Deinen Artikel zu lesen. Er hat mir aus dem Hetzen gesprochen. Bleib schön mit Gesund. Antje

    1. Jörg Wunram

      Liebe Antje, vielen Dank, dass du mir das geschrieben hast. Das macht Mut und gibt Zuversicht. Letztlich liegt es an uns, was wir uns zutrauen und machen sollten. Selbstbestimmheit hat ihren Preis. DANKE

  2. Oh, was ein Dilemma. Was eine Aufgabe, das richtige Maß zu finden, wenn einem niemand sagt, was „richtig“ in diesem Zusammenhang ist.
    Was bleibt, ist die Dringlichkeit, sehr genau auf den eigenen Körper zu hören und alle Signale ernst zu nehmen. Was immer sie bedeuten mögen.
    Toi toi toi dabei.
    Liebe Grüße Lutz

    1. Jörg Wunram

      Moin Lutz, du Seelenverwandter. Danke dir. Ja. Wir müssen auf uns aufpassen. Wenn wir es nicht tun, wer dann… Auf BALD

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