
Ich hätte gerne eine eindeutige Antwort. Ein klares Ja. Oder ein klares Nein. Stattdessen bekomme ich von der Medizin ein: Aus unserer Sicht spricht nichts dagegen. Und mein Kopf antwortet: Aber da war doch etwas. Beides stimmt. Damit muss ich leben.

Aber wie? Das unterliegt meiner Verantwortung. Die Herausforderung der kommenden Kaltwassersaison besteht nicht darin, wieder in zwei, vier oder sechs Grad kaltes Wasser zu steigen. Sondern darin, Selbst-Vertrauen zurückzugewinnen. In meinen Körper. In mein Herz. Und in meine Fähigkeit, Mut und Leichtsinn zu unterscheiden. Keine Ahnung, ob und wie gut mir das gelingt.
Natürlich ungewiss
Eines weiß ich nach diesen Wochen aber ziemlich genau: wie sehr mir das Wasser fehlt, wenn ich nicht hineindarf. Vielleicht ist das der eigentliche Herzschmerz dieser Geschichte. Wasser zieht mich an. Es schenkt mir Ruhe, Trost, Geborgenheit. Die Wellen. Die Tiefe. Die Strömungen. Die Kälte. Das Reinigende. Das Tragende. Das Leichte. Die natürliche Ungewissheit von Seen, Meeren, Flüssen. In Gewässern durfte ich lernen, damit umzugehen. Dafür bin ich dem Wasser dankbar. Jetzt bin ich mir ganz sicher. Ich habe doch Liebeskummer.


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