
Später Nachmittag. Ein nass geschwitzter Mann betritt die Terrasse der Austria-Hütte. Zwei Rucksäcke trägt er, einen auf dem Rücken, einen vor dem Bauch. Heinz Binder bestellt eine große Holunder-Schorle. „Ich habe Durscht“, sagt der durchtrainierte Bergsteiger. Später kommen wir ins Gespräch.
In die Zukunft
Heinz ist ehrenamtlicher Wegewart der Sektion Austria. Schilder anbringen, Wege kontrollieren, Material transportieren. Für Heinz und seine Kamerad:innen ist die Austria-Hütte deshalb Unterkunft, Depot und Sehnsuchtsort. Später am Abend sitze ich mit ihm noch vor der Hütte. Unser Blick wandert gen Osten zur Bischofsmütze. Die letzten Sonnenstrahlen.
Der markante Doppelgipfel verschwindet in die aufziehende Nacht. Für ein paar Minuten gibt es nichts zu tun. Außer schauen.
Das Haus ist offenbar weit mehr als „nur“ ein schön gelegener Stützpunkt unterhalb des Dachsteins. Die Hütte ist Arbeitsplatz und Museum, Gasthaus und Basislager, historisches Haus und Ort für ungewöhnliche Lebensentwürfe. Katharina Wallner ist dafür offen, solange „Leute anpacken und gestalten wollen.“ So bewahrt Kathi Geschichte und organisiert zugleich ein Stück Zukunft. Freundlich, verbindlich und klar.


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