
Das Niendorfer Gehege erstreckt sich über rund 142 Hektar im Norden Hamburgs. Einst herrschaftliches Jagdrevier, später Parklandschaft, seit Jahrzehnten Erholungsgebiet für gestresste Städter.
Betreut durch die Revierförsterei. Die Mitarbeiter wachen über Tümpel, kümmern sich um das Wegnetz und hegen einen möglichst klimastabilen Mischwald. Viel Buche, Ahorn, Eiche oder Esche, wenig Fichte, Eibe oder Lärche. Die Forstarbeiter nehmen nur kleine Eingriffe vor, sie haben mitunter große Wirkung.
Werte erleben


Ich komme an einer Villa vorbei, die nach dem Hamburger Kaufmann Hermann Mutzenbecher benannt ist. 1905 hatte der Generaldirektor der Albingia-Versicherung das Landhaus erworben. Heute gehört das Gebäude der Stadt und beherbergt den Verein „Werte erleben“, der dort Veranstaltungen und Bildungsprogramme umsetzt. Insbesondere für Jugendliche und Kinder. Politik, Kultur, Umweltschutz, Soziales.

Bereiche, die ineinandergreifen, ähnlich wie das System Wald. In dem jeder Regentropfen seine Wirkung entfalten kann, darf, soll, muss. Auf einem der Wege mit leichter Steigung staut sich Wasser. Kein Bach, kein Fluss – nur eine kleine Senke. In dieser Pfütze spiegelt sich das Prinzip Wald: aufnehmen, speichern, weitergeben. Die Hydrologie spricht von vier zentralen Prozessen: Niederschlag, Infiltration, Verdunstung, Abfluss.

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