


Den Boden unter den Füßen nicht verlieren. Das kann man gut von den Ziegen lernen. Obwohl das für Martina Fischer anfangs alles andere als einfach war.
„Wenn eine Goaß etwas nicht will, macht sie das auch nicht. Die sind eigensinnig. Damit hatte ich so meine Schwierigkeiten.“ Doch irgendwann kam die Wende. Diese klare Linie der Ziegen hat Martina auch irgendwie imponiert. „Jetzt liebe ich sie. Weil sie so herrlich neugierig sind. Du kannst ihnen nix vormachen.“
Die Tage auf der Alm beginnen früh. Um sechs Uhr ist händische Melkzeit. Eine Ziege nach der anderen ist an der Reihe. Rund einen Liter Milch gibt eine Ziege je Melkvorgang.
Katz und Maus
Genug, um sie zu verarbeiten. Zu Käse zum Beispiel. Für den Eigenbedarf. Manchmal verschenken Martina und Andi auch ein Stück. „Wenn’s heiß ist, wird der nix. Da musst du Geduld haben“, sagt sie.


Es riecht nach frischer Milch, Heu und warmem Fell. Tessa, die junge Jagdhündin, schaut sich das alles in aller Ruhe an. Nur manchmal, draußen im Gelände, geht bei Tessa noch der Jagdtrieb durch. „Dann spielen Ziegen und Hündin Katz und Maus. Das muss ich Tessa noch abgewöhnen. Sie ist ein Jagdhund und muss auf meine Kommandos hören.“

Schreibe einen Kommentar