Liebe auf den ersten Blick

Ihre Erfahrungen als Lehrerin nutzt die Bergfexin nahezu täglich. Sie erklärt Bergsteigerinnen und Wanderinnen so ziemlich alles, was das Haus auf der Felsnase betrifft.

Warum der Wasserhahn nicht einfach sprudelt oder die Steckdose nicht selbstverständlich Strom liefert. Doch die größte Herausforderung bleibt die Unberechenbarkeit: Wetterumschwünge, kurzfristige Absagen, Gäste, die nicht erscheinen.

„Wenn 50 angemeldet sind, wegen eines vorhergesagten Gewitters nur 20 kommen, ist das frustrierend“, beklagt Lenka. „Viele sagen nicht einmal ab.“ Das findet die lebenslustige Hüttenwirtin respektlos. „Kurz anzurufen ist doch ganz einfach.“

Hafenbilder in alpiner Höhe

Dennoch: Die menschlichen Begegnungen machen das Leben auf dem Ramolhaus besonders. Viele Norddeutsche kommen – für Hamburger ist es ein Stück Heimat hoch in den Alpen. An den holzgetäfelten Wänden der Hütte hängen Bilder mit Motiven aus der Hansestadt. Vom Michel oder vom Hafen. Quasi ein Gruß aus dem Flachland ins Hochgebirge der Ötztaler Alpen.

„Die Hamburger mag ich sehr, sie passen einfach“, sagt Lenka. Auch Holländer zählen zu den treuen Gästen. Italiener, Polen, Slowaken, Österreicher, Ungarn, Tschechen, Russen, Schweizer, Amerikaner und Briten sind regelmäßig hier.

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