Metropole & Moor

Zwischen den Bäumen singt ein Grauschnäpper sein leises Lied. Ein Zwergtaucher paddelt über den See. Ab und zu verschwindet Tachybaptus ruficollis unter der Wasseroberfläche.

„Mal gucken, was so guckt“?, denke ich mir. Das Eppendorfer Moor ist ein Mosaik aus offenen Wasserflächen, Röhrichtzonen, Seggenrieder (Sauergräser) und Weidengebüsch. Lebensräume, die dicht an dicht liegen und auf insgesamt 26 Hektar ein Rückzugsgebiet für Vögel, Amphibien, Schmetterlinge und Fledermäuse bilden.

Holzlieferant in Kriegszeiten

Das Refugium ist das größte innerstädtische Moorgebiet Europas. Neben Musicals, Reeperbahn und Hafen ein echtes Highlight. Weniger schrill und laut.

Dabei stand das Moor schon kurz vor seinem Ende. Im Mittelalter wurde es entwässert, im 19. Jahrhundert entstand ein Schießstand. Bis 1904 übten hier Soldaten eines Infanterie-Regimentes. Die Straße Kugelfang, die parallel zur B 433, also zur Alsterkrug-Chaussee verläuft, erinnert daran. Später, in den 1940er Jahren diente das Moor vor allem in kalten Wintern als Holzlieferant.

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