Metropole & Moor

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es sogar Pläne, das Gebiet zwischen Eppendorf und Groß Borstel mit Bauschutt aufzufüllen. Engagierte Hamburger und Naturschützer leisteten Widerstand und retteten das Moor.

Seit 1982 steht es unter Schutz. Für mich ist das Moor eine grüne Lunge mitten in der Metropole. Der Naturschutzbund NABU kümmert sich um den Erhalt. Ohne regelmäßige Pflege würde das Moor verbuschen und die typische Vegetation verschwinden.

Trockenperioden und eingeschleppte Pflanzenarten wie das Kleine Springkraut oder der Japanische Staudenknöterich bedrohen das fragile Gleichgewicht. Das Moor hat außer Niederschlägen keinen natürlichen Wassernachschub mehr.

Steif und stoisch

Jeder heiße Sommer hinterlässt Spuren. Die Tümpel und Teiche trocknen aus. Kleine schlammige Pfützen bleiben immer seltener übrig. Nur der große Teich in der Mitte des Naturschutzgebietes bildet eine Ausnahme. Zwar sinkt hier der Pegelstand im Sommer auch, aber nur selten fällt das Gewässer wirklich trocken. Meist ist genügend Wasser da, damit der Fischreiher auf seine unnachahmlich steif-stoische Art Beute machen kann.

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