
Das grüne Refugium gehört seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 der Familie von Bismarck. Zumindest zu großen Teilen.
Eine Schenkung von Kaiser Wilhelm I. an Otto von Bismarck – den eisernen Kanzler – für dessen Verdienste. Vier Jahre später entsteht am Rande des Sachsenwaldes eine Ziegelei. Die Friedrichsruher Tonwerke. Sie bedienen sich aus der benachbarten Tongrube. 1911 brennt die Ziegelei ab. Aufgebaut wird sie nicht mehr. Die Tongrube füllt sich mit Wasser und ist inzwischen ein beliebtes Naturbad, das sich der Ton-Tauben-Klub und die Anrainer-Gemeinden des Sachsenwaldes teilen. Die Orte haben einen Verein gegründet, der das öffentliche Naturbad mit seinem besonderen Wasser betreibt. An heißen Sommertagen besuchen es Tausende.
Gut für Haut & Seele
Heute ist eher wenig Publikum da. Das H20 ist durch das Tonmineral leicht sauer, also mit vergleichsweise niedrigem pH-Wert ausgestattet. „Dem Teich werden sogar Heilkräfte zugesprochen“, erzählt Schwimmmeister André Pomplun.


„Das Wasser ist kühlend, entzündungshemmend, gut für Haut und Seele.“ Wissenschaftlich belegt ist das allerdings nicht. Pomplun glaubt aber dran. Und noch zwei Vorteile des niedrigen pH-Wertes: Es gibt kaum Mücken und Blaualgen sind kein Thema. „Ungetrübter Badespaß“, betont Pomplun.

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