
1901 erscheint sein erstes Buch: Aus den Hochregionen des Kaukasus. Es bringt ihm breite Anerkennung, weil er mit Irrtümern und Vorurteilen aufräumt.

Noch im gleichen Jahr verleiht die Universität München dem Forscher die Ehrendoktorwürde. 1902 bricht Merzbacher wieder auf. Diesmal nach Zentralasien, ins heutige Grenzgebiet zwischen Kirgistan und China. Ins Himmelsgebirge, ins Tien Shan. Eine nahezu unerschlossene Region, die er vermisst, kartiert und beschreibt. Merzbacher ist „auf der Jagd nach einem verzauberten Berg, den man von überall her erblickt, aber nicht erreichen kann.“ Dieser Zauberberg ist der schwer zugängliche Khan Tengri.
Suppe, Brot & Tee
Als ein Eissee das Tal versperrt, muss die Gruppe umplanen und über einen zweiten Strang des Inyltschek-Gletschers marschieren. Beschwerlich geht es bis zum südlichen Fuß des Khan Tengri. Zum Zauberberg oder zum Berg der Erkenntnis. Merzbacher merkt selbst-ironisch an: „Die Lebensführung eines reichen Mannes, ist äußerst bescheiden. Gekochtes Lammfleisch, Suppe, Brot und Tee – siebenmonatige Gefangenschaft in Höhen zwischen 3.500 und 5.600 Metern.“


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