Abenteuer

  • #1 – Tierische Nähe

    #1 – Tierische Nähe

    Tiere begleiten mich auf Reisen seit vielen Jahren. Mal suche ich sie gezielt, mal tauchen sie völlig unerwartet auf. Einige Begegnungen dauern nur wenige Sekunden, andere bleiben ein Leben lang im Gedächtnis. Warum nur?

    Weiterlesen: #1 – Tierische Nähe

    Seit vielen Jahren bin ich unterwegs. Zu Fuß durch die Alpen, auf Inseln im Atlantik oder im Mittelmeer, in den Anden Ecuadors, im indischen Dschungel, der Sahara oder im tiefsten Winter Lapplands.

    Oft erinnere ich mich an Landschaften, Gipfel oder besondere Orte. Fast noch häufiger aber bleiben mir Begegnungen mit Tieren im Gedächtnis. Manche habe ich gesucht. Andere fanden mich. Ein Bernhardiner in der Schweiz. Vicuñas im Hochland Ecuadors. Huskies in Nordschweden. Schafe auf Almen. Elefanten in Indien. Und immer wieder Tiere, mit denen ich nie gerechnet hätte. Mit den Jahren ist daraus eine kleine Sammlung von Erinnerungen entstanden. Nicht in einem Notizbuch, sondern in meinem Kopf – und manchmal auch auf einer Speicherkarte.

    Neue Reihe

    Mit „Tierische Nähe“ erzähle ich über diese Begegnungen. In losen Abständen. Nicht als Tierporträts und nicht als Naturkunde. Sondern als Geschichten über Augenblicke, die geblieben sind. Oft verraten solche Begegnungen nicht nur etwas über Tiere.

    Sie erzählen auch etwas über Neugier, Aufmerksamkeit, Geduld, Vertrauen oder Staunen. Kurz: über das Leben. Die erste Geschichte führt allerdings weder in die Berge noch ans andere Ende der Welt. Sie beginnt direkt vor meiner Haustür. An einem Strauch.

    Seiten: 1 2 3

  • Baby an Bord

    Baby an Bord

    Im Februar bin ich Opa geworden. Muss ich jetzt mein Abenteurerleben aufgeben? KEINESWEGS, wie ich im Magazin WINGS erkläre.

  • Viel Wetter da draußen

    Viel Wetter da draußen

    Keine Ampeln, viel Wind, 120 Menschen – und erstaunlich viel Zufriedenheit: Auf Colonsay besuche ich Sandy und Lars. Beide haben ihr altes Leben gegen Atlantik, Austern und viel Arbeit eingetauscht. Eine Reise auf die schottische Insel.

    Weiterlesen: Viel Wetter da draußen

    Als die Fähre in Oban ablegt, verschwindet das Festland langsam in der Ferne. Zweieinhalb Stunden später taucht Colonsay aus dem Atlantik auf. Eine Insel wie ein Versprechen: grün-braune Hügel, schmale Straßen, viel Himmel. Nur etwa 120 Menschen leben hier: Ohne Ampeln, Eile und Lärm. Dafür Wind. Immer Wind. Und noch mehr Wetter. „Manchmal haben wir alle Jahreszeiten mehrmals am Tag“, erzählt Lars Mack. Wegen ihm sind Christine Kutschera und ich gekommen.

    Frostige Freundschaft

    Und, um seine Frau Sandy Abrahams und den kleinen Finn wiederzusehen. Kennengelernt haben wir uns vor einigen Jahren beim Eisschwimmen. Damals irgendwo zwischen kaltem Wasser, Gänsehaut und diesem eigenartigen Glücksgefühl, das nur entsteht, wenn der Körper normalerweise protestieren müsste. Nun also Schottland.

    Seiten: 1 2 3 4 5

  • Flausen, Fels, Familienmensch

    Flausen, Fels, Familienmensch

    Es gibt Menschen, die sich verschenken. Der Kletterer Simon Gietl ist so einer. Bergführer, Extremkletterer – und für manche ein Gutschein mit Aussicht. Der Südtiroler hat jede Menge Erstbegehungen absolviert. Die Belohnung? Kein Pokal, sondern Apfelstrudel.

    Weiterlesen: Flausen, Fels, Familienmensch

    Später Nachmittag in Luttach im Ahrntal. Ein Wirtshaus, gedämpfte Stimmen. Hier regiert Dialekt. Simon Gietl sitzt am Ecktisch, bestellt Espresso, die Haare ein wenig zerzaust, die gelbe Jacke leuchtet.

    Er winkt kurz in den Raum, lächelt – ein Gesicht, das eher an einen Lausbub‘ erinnert als an einen der stärksten Kletterer seiner Generation. Simon Gietl, 41, Bergführer, Familienvater, Extremkletterer. Aufgewachsen in Oberwielenbach, einem kleinen Dorf im Pustertal.

    Viel Freiheit, wenig Programm. Die Natur als Spielplatz. Schwerter aus Ästen, Stürze in den Bach inklusive. „Eigenverantwortung“, sagt er heute, „ist eines der größten Geschenke meiner Eltern.“

    Der Weg zum Klettern beginnt spät. Mit 18. Per Anhalter unterwegs, in der Nähe von Toblach. Ein älterer Bergsteiger nimmt ihn mit, erzählt von der Großen Zinne in den Dolomiten. Eine halbe Stunde Autofahrt, die das Leben des jungen Mannes verändert.

    Seiten: 1 2 3 4