Berge

  • Aus der Garage um den Globus

    Aus der Garage um den Globus

    Es liest sich fast wie ein Märchen: In einer Garage gründen vier mutige Sachsen ein Unternehmen, das Erlebnisreisen in der ganzen Welt anbietet. Heute arbeiten gut 150 Menschen für DIAMIR. Die Firma wächst, trotz aller Krisen. Eine Erfolgsgeschichte zum Hören…

    Weiterlesen: Aus der Garage um den Globus

    Dresden-Leuben, ein knallrotes Haus an einer vielbefahrenen Straße. Straßenbahnen klingeln, Autos rauschen vorbei, im Schaufenster grüßt ein Lama aus Kunststoff. Drinnen wartet Jörg Ehrlich.

    Was heute ein namhafter Reiseanbieter ist, beginnt vor 25 Jahren in einer Doppelgarage in Dresden. Vier junge Männer, zwei Rechner, ein Faxgerät, ein altes Sofa – mehr braucht es im Jahr 2.000 zunächst nicht, um ein Abenteuer zu starten. Das vielleicht größte des Quartetts. Ehrlich wächst in der Deutschen Demokratischen Republik auf, in einem Staat mit sehr begrenzter Reisefreiheit. In den Westen zu fahren, ist kaum möglich.

    Aber auch im Osten gibt es jede Menge Ziele. Trips und Expeditionen in sozialistische Bruderstaaten. In die Hohe Tatra nach Polen oder in der heutigen Slowakei, ins Rila- und Piringebirge in Bulgarien, in die rumänischen Karpaten oder nach Russland. Nach der Wende aber, „war der Drang, die Welt zu erleben, umso intensiver“, erzählt Jörg Ehrlich. Also los. Aufbruch.

    Die Welt stand uns offen

    Himalaya, Pamir, Anden. Afrika, Asien, Amerika. „Die Welt stand offen und wollte erkundet werden“, so Ehrlich. Aus selbst organisierten Expeditionen entsteht die Idee, Reisen auch für andere Globetrotter zu organisieren. 2.000 gründen die vier Männer DIAMIR. Die Anfänge sind improvisiert. „Die fanden in einer Garage statt“, erinnert sich Ehrlich. Ein Sofa, ein Faxgerät, zwei Computer und ein Glastisch, der bis heute Dreh- und Angelpunkt für das Unternehmen ist.

    Seiten: 1 2 3

  • Auferstanden als Ruinen

    Auferstanden als Ruinen

    Der erste Schein trügt. Wir befinden uns nicht im antiken Griechenland, sondern in Potsdam. Oberhalb von Schloss Sanssouci erhebt sich der sogenannte Ruinenberg. Das dort oben liegende Wasserbecken sollte einst die Fontänen des Parks speisen.

    Weiterlesen: Auferstanden als Ruinen

    Der Schnee hat den Weg zum Ruinenberg in Potsdam angezuckert. Kein Prachtweiß, eher ein graukörniger Schleier, der die üblichen Konturen entschärft. Von Brandenburgs Hauptstadt ist hier nicht viel zu hören.

    Unter und hinter mir, nur in wenigen Minuten Entfernung, liegen der Schlossgarten Sanssouci und Potsdam. Doch hier oben, auf gut 74m Seehöhe ist es, als sei ich in einer Zone, in die sich der Alltag kaum freiwillig verirrt. Der Berg gehört zur Stadt, der Weg zur Anhöhe ist sicher keine Trekkingtour. Aber der Pfad erinnert an preußische Glanzzeiten. Ausgerechnet mit Ruinen, die gar keine sind. Denn das Ensemble aus Säulen, Rundtempeln, Türmen und Mauern ist von langer Hand geplant.

    Anfang und Aufwand

    Preußen-König Friedrich der Große lässt hier 1748 ein riesiges Wasserbecken errichten. Damit sollen die Fontänen im Park Sanssouci gespeist werden. Rund um den Speicherteich stehen Bauten, die der Antike huldigen und gleichzeitig technische Innovation verkörpern. Doch sie erweisen sich als störrisch:

    Windmühlen und ein komplexes Leitungssystem kommen kaum über das Experiment hinaus. Die Arbeiten ziehen sich über Jahre – und verschlingen ein Vermögen. Auf heutige Kaufkraft umgerechnet kosten die Arbeiten rund 34 Millionen Euro. Damals 170.000 Taler. Das Projekt scheitert.

    Seiten: 1 2 3

  • Die Spaß-Spiele

    Die Spaß-Spiele

    Die Olympische Sportwelt blickt wieder nach Italien. Die 25. Winterspiele beginnen am 6. Februar in Cortina d‘ Ampezzo und in Mailand. 1,7 Milliarden Euro sind die Spiele teuer. Die Folgekosten für Umwelt und Natur nicht eingerechnet. Es ginge auch anders. Mit vielleicht mehr Spaß, sogar in Hamburg.

    Weiterlesen: Die Spaß-Spiele

    In Sachen Nachhaltigkeit sind die Olympischen Winterspiele in Cortina d‘ Ampezzo und Mailand eher kein Vorzeigeprojekt. Allein die neue Bobbahn in Cortina verursachte Kosten von 118 Millionen Euro. Große Naturflächen sind mehr oder weniger zerstört. Ein schlüssiges Konzept für die Zeit nach den Spielen? Eher dürftig. Das kritisiert sogar das Internationale Olympische Komitee (IOC). Wie auch die großen Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten.

    Bis zu fünf Stunden Fahrzeit liegen die sportlichen Austragungsorte in den italienischen Alpen auseinander. Ein zentrales Olympisches Dorf? Fehlanzeige.

    SPIELE vor der HAUSTÜR

    Entspricht das der Idee von Spielen, die die Jugend der Welt zusammenführen? Vieles ist fragwürdig. Dabei bin ich ein Sportfan, bewege mich gerne und viel. Auch im Winter. Sind Winterspiele nicht anders machbar? Kleiner und feiner. Weitgehend klimaschonend, kostengünstiger, ohne großes Brimborium. Quasi vor der Haustür. #Winterspielehamburg oder anderswo. Ohne, dass der Spaß zu kurz kommen muss. Mit einem Lächeln, einer humoristischen Note.

    Sport ist und bleibt – zumindest für mich – eben die schönste Nebensache der Welt. Darum folgen in den kommenden 14 Tagen diverse Vorschläge, wie Olympische Winterspiele künftig vielleicht aussehen könnten. Inklusive neuer Sportarten, die bislang nicht im Programm auftauchen. Mit Minimalaufwand, zum Nachmachen und wer mag: auch zum Schmunzeln.

    Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

  • Wilde Grenzen

    Wilde Grenzen

    Die Pyrenäen sind ein lohnenswertes Ziel. Mein letzter Aufenthalt liegt schon einige Jahre zurück. Leider. Erst kürzlich bin ich auf Hunderte Bilder aus dem Ordesa-Nationalpark gestoßen. Das hat die Lust auf eine Rückkehr nach Spanien entfacht.

    Weiterlesen: Wilde Grenzen

    Beim Aufräumen meiner Festplatten ist es passiert. Zwischen alten Sicherungen, vergessenen Ordnern und kryptischen Dateinamen tauchten plötzlich Hunderte Bilder auf. Nasse Felsen, graugrüne Steilwände, Wolken, die an den Bergen hängen bleiben. Und mit einem Klick war ich wieder dort: in den Pyrenäen. Damals beginnt die Reise in Barcelona. Es ist September. Die Hauptstadt Kataloniens ist eh immer einen Besuch wert, wären da nicht doch recht viele Touristen, so wie ich einer bin.

    Nach Tagen des Ankommens in der Hafenstadt freue ich mich auf die Pyrenäen. Es ist eine Premiere in dem Gebirge, das die iberische Halbinsel vom Rest Europas trennt.

    Auf nach Torla

    Mit Zug und Bus geht es nach Norden, über Huesca, diese alte Handelsstadt mit weitem Himmel, alten Gässchen und imposanter Kathedrale. Weiter hinein nach Aragonien. Das Ziel heißt Torla.

    Nach rund siebenstündiger Fahrt überwältigt mich der erste Eindruck. Torla liegt wie aus dem Fels gemeißelt auf einem kleinen Plateau. Darauf drängen sich die typischen mehrgeschossigen Steinhäuser. Enge Gassen und die imposante Kirche San Salvador. Dahinter ragen massive Wände in die Höhe. Torla gilt als das Tor zu einer einzigartigen Landschaft. Zum Nationalpark Ordesa und Monte Perdido.

    Tiefblick mit Aussicht auf steile Wände

    Seiten: 1 2 3 4