Dschungel

  • #3 Tierische Nähe

    #3 Tierische Nähe

    Diesmal geht es um eine erfolglose Suche, die dennoch reichlich belohnt wird. Im Dschungel von Kerala bin ich auf der Pirsch. Wildlebende Tiger beobachten. Doch erstens kommt es oft anders, und zweitens als ich dachte.

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    Es ist schon einige Jahre her. Kurz vor Weihnachten in Südindien. Ich möchte mir einen Lebenstraum erfüllen: einmal einen Tiger in freier Wildbahn sehen. Also bin ich im Periyar-Nationalpark im indischen Bundesstaat Kerala unterwegs. Rund 50 Exemplare der gestreiften Großkatzen sollen dort umherstreifen. Die Chance, einen Tiger zu erspähen, existiert. Allein: Sie ist nicht groß.

    Dem Tiger auf der Spur

    Der Nationalpark umfasst knapp 800 Quadratkilometer. Recht weitläufig das Areal. In kurzer Zeit scheint eine gewissenhafte Safari kaum möglich zu sein. Nur noch vier Tage bis Weihnachten. Meine ganz persönliche Bescherung soll also der Anblick von Panthera tigris sein. So der Plan.

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  • #1 – Tierische Nähe

    #1 – Tierische Nähe

    Tiere begleiten mich auf Reisen seit vielen Jahren. Mal suche ich sie gezielt, mal tauchen sie völlig unerwartet auf. Einige Begegnungen dauern nur wenige Sekunden, andere bleiben ein Leben lang im Gedächtnis. Warum nur?

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    Seit vielen Jahren bin ich unterwegs. Zu Fuß durch die Alpen, auf Inseln im Atlantik oder im Mittelmeer, in den Anden Ecuadors, im indischen Dschungel, der Sahara oder im tiefsten Winter Lapplands.

    Oft erinnere ich mich an Landschaften, Gipfel oder besondere Orte. Fast noch häufiger aber bleiben mir Begegnungen mit Tieren im Gedächtnis. Manche habe ich gesucht. Andere fanden mich. Ein Bernhardiner in der Schweiz. Vicuñas im Hochland Ecuadors. Huskies in Nordschweden. Schafe auf Almen. Elefanten in Indien. Und immer wieder Tiere, mit denen ich nie gerechnet hätte. Mit den Jahren ist daraus eine kleine Sammlung von Erinnerungen entstanden. Nicht in einem Notizbuch, sondern in meinem Kopf – und manchmal auch auf einer Speicherkarte.

    Neue Reihe

    Mit „Tierische Nähe“ erzähle ich über diese Begegnungen. In losen Abständen. Nicht als Tierporträts und nicht als Naturkunde. Sondern als Geschichten über Augenblicke, die geblieben sind. Oft verraten solche Begegnungen nicht nur etwas über Tiere.

    Sie erzählen auch etwas über Neugier, Aufmerksamkeit, Geduld, Vertrauen oder Staunen. Kurz: über das Leben. Die erste Geschichte führt allerdings weder in die Berge noch ans andere Ende der Welt. Sie beginnt direkt vor meiner Haustür. An einem Strauch.

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  • Die Tiger von Thekkady

    Sie sind wild, stark, geschmeidig und leider vom Aussterben bedroht. Tiger. Die größte Raubkatze der Erde hat sich zurückgezogen, obwohl „Panthera tigris“ außer dem Menschen kaum natürliche Feinde hat.  Die größte Population der imposanten Tiere lebt in Indien. Schätzungsweise 3.000 Katzen soll es dort noch geben. Genau weiß das niemand. Also auf in das Land des Tees, der Tempel und der TIGER. (mehr …)