Expeditionen

  • Gegen alle Widerstände

    Gegen alle Widerstände

    Sie hat hohe Berge bestiegen, ist einmal um ihr Heimatland gewandert und hat sich in einer männlich dominierten Welt behauptet. Gertrude Reinisch-Indrich ist ein Energiebündel. Gelegentlich auch ein stures. Mehr im neuen Podcast.

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    Manchmal braucht es eine Zugfahrt, um einen Menschen wirklich kennenzulernen. So war es mit Gertrude Reinisch-Indrich und mir. Obwohl wir uns das erste Mal beim Mountainfilm Graz im November 2025 getroffen hatten. Schon dort kommen Gerti (so nennen sie fast alle) und ich ins Gespräch. Weil wir anschließend ein gutes Stück des Heimwegs gemeinsam im Zug verbringen, vertiefen wir unser Kennenlernen. Während der Intercity über die Gleise schaukelt, reden wir. Über Berge natürlich.

    Neugier und Natur

    Über Expeditionen, Frauen im Alpinismus, das Schreiben und Abenteuer. Und darüber, was einen Menschen antreibt, immer wieder aufzubrechen. „Eine Triebkraft ist die Neugierde und die Leidenschaft für die Berge und für die Natur“, sagt Gerti. Und formuliert einen Satz, der ziemlich viel über sie verrät: „Wenn ein schöner Tag ist, dann fällt es mir schwer, andere Arbeiten zu erledigen und nicht auf den Berg zu gehen.“

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  • Wenn das UND fehlt

    Wenn das UND fehlt

    Gut 25 Jahre lang waren Alix von Melle und Luis Stitzinger ein glückliches Paar. Im Mai 2023 stirbt Luis am Kangchendzönga. Für die Höhenbergsteigerin ändert sich das Leben schlagartig. Ein Gespräch über Trauer, Liebe und das Weitermachen.

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    Es ist ein heißer Sommertag in Füssen. Mehr als 30 Grad. Wir suchen den Schatten, gehen vom Lech hinüber zum Mittersee und weiter Richtung Obersee. Eine kleine Runde nur. Für Alix von Melle beinahe Alltag. Die Wege gehören zu ihrer Joggingstrecke.

    Dabei ist Alix eigentlich für ganz andere Dimensionen bekannt. Sieben Achttausender hat die Höhenbergsteigerin bestiegen, ohne künstlichen Sauerstoff.

    Unruhige Nacht

    Gemeinsam mit ihrem Mann Luis Stitzinger war sie an den höchsten Bergen der Welt unterwegs. 25 Jahre lang waren sie ein glückliches Paar. Im Leben und am Berg. Bis zum 25. Mai 2023.

    An diesem Tag erreicht Luis den Gipfel des 8.586 Meter hohen Kangchendzönga in Nepal. Am Abend zuvor hatten die beiden noch Kontakt. Alix drückt ihm alle Daumen und bittet ihn, sich zu melden, wenn er wieder gesund unten ist. „Mache ich. Bussi Lou“, schreibt er zurück. Alix von Melle schläft dennoch schlecht. „Vielleicht hatte ich eine Vorahnung.“

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  • Aus der Garage um den Globus

    Aus der Garage um den Globus

    Es liest sich fast wie ein Märchen: In einer Garage gründen vier mutige Sachsen ein Unternehmen, das Erlebnisreisen in der ganzen Welt anbietet. Heute arbeiten gut 150 Menschen für DIAMIR. Die Firma wächst, trotz aller Krisen. Eine Erfolgsgeschichte zum Hören…

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    Dresden-Leuben, ein knallrotes Haus an einer vielbefahrenen Straße. Straßenbahnen klingeln, Autos rauschen vorbei, im Schaufenster grüßt ein Lama aus Kunststoff. Drinnen wartet Jörg Ehrlich.

    Was heute ein namhafter Reiseanbieter ist, beginnt vor 25 Jahren in einer Doppelgarage in Dresden. Vier junge Männer, zwei Rechner, ein Faxgerät, ein altes Sofa – mehr braucht es im Jahr 2.000 zunächst nicht, um ein Abenteuer zu starten. Das vielleicht größte des Quartetts. Ehrlich wächst in der Deutschen Demokratischen Republik auf, in einem Staat mit sehr begrenzter Reisefreiheit. In den Westen zu fahren, ist kaum möglich.

    Aber auch im Osten gibt es jede Menge Ziele. Trips und Expeditionen in sozialistische Bruderstaaten. In die Hohe Tatra nach Polen oder in der heutigen Slowakei, ins Rila- und Piringebirge in Bulgarien, in die rumänischen Karpaten oder nach Russland. Nach der Wende aber, „war der Drang, die Welt zu erleben, umso intensiver“, erzählt Jörg Ehrlich. Also los. Aufbruch.

    „Die Welt stand uns offen„

    Himalaya, Pamir, Anden. Afrika, Asien, Amerika. „Die Welt stand offen und wollte erkundet werden“, so Ehrlich. Aus selbst organisierten Expeditionen entsteht die Idee, Reisen auch für andere Globetrotter zu organisieren. 2.000 gründen die vier Männer DIAMIR. Die Anfänge sind improvisiert. „Die fanden in einer Garage statt“, erinnert sich Ehrlich. Ein Sofa, ein Faxgerät, zwei Computer und ein Glastisch, der bis heute Dreh- und Angelpunkt für das Unternehmen ist.

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