Hansestadt

  • Zilpzalp & Zaunkönig

    Zilpzalp & Zaunkönig

    Etwas verwunschen und unscheinbar liegt Willinks Park in Hamburg-Lokstedt. Auf Passanten wirkt er wie ein verwildertes Grundstück. Doch der erste Anschein trügt. Auf dem Areal existiert ein vitales Biotop. Spurensuche in der Nachbarschaft.

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    Achtlos brausen jeden Tag hunderte Autos vorbei. Kaum jemand nimmt Notiz von der dicht bewachsenen grünen Oase an der Niendorfer Straße. Die Tangente verbindet zwei große Ein- und Ausfalltrassen in Hamburg. Zu den Stoßzeiten morgens und abends herrscht hier viel Verkehr und Lärm.

    Der Willinks Park befindet sich südlich der Kollau-Niederung. Der Rütersbarg ist nah. Von einem Berg mag man kaum sprechen. Nicht einmal von einem Hügel. Bestenfalls von einer kleiner Anhöhe mit geringer Steigung.

    Erfolgreicher Protest

    Immerhin: Auf dem rund 1,3 Hektar großen Gelände soll es angeblich Hamburgs einziges jungsteinzeitliches Großsteingrab geben. Die benachbarte Straße „Beim Opferstein“ erinnert daran. Jedenfalls steht das Areal unter Denkmal- und Grabungsschutz.

    Um das Jahr 2011 herum gibt es dennoch Pläne, auf dem Grundstück Häuser zu bauen. Naturschützer und Anwohner protestieren. Offenbar mit Erfolg. Der Willinks Park lebt. Mit rund 170 alten Bäumen, mannshohen Büschen und Gestrüpp. Durchsetzt von Plastikmüll, leeren Getränkedosen und zersprungenen Flaschen. Aber auch mit einer facettenreichen Tierwelt. Insekten, Fledermäuse, Eichhörnchen und mindestens 17 verschiedene Vogelarten leben hier.

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