Natur

  • Wilde Grenzen

    Wilde Grenzen

    Die Pyrenäen sind ein lohnenswertes Ziel. Mein letzter Aufenthalt liegt schon einige Jahre zurück. Leider. Erst kürzlich bin ich auf Hunderte Bilder aus dem Ordesa-Nationalpark gestoßen. Das hat die Lust auf eine Rückkehr nach Spanien entfacht.

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    Beim Aufräumen meiner Festplatten ist es passiert. Zwischen alten Sicherungen, vergessenen Ordnern und kryptischen Dateinamen tauchten plötzlich Hunderte Bilder auf. Nasse Felsen, graugrüne Steilwände, Wolken, die an den Bergen hängen bleiben. Und mit einem Klick war ich wieder dort: in den Pyrenäen. Damals beginnt die Reise in Barcelona. Es ist September. Die Hauptstadt Kataloniens ist eh immer einen Besuch wert, wären da nicht doch recht viele Touristen, so wie ich einer bin.

    Nach Tagen des Ankommens in der Hafenstadt freue ich mich auf die Pyrenäen. Es ist eine Premiere in dem Gebirge, das die iberische Halbinsel vom Rest Europas trennt.

    Auf nach Torla

    Mit Zug und Bus geht es nach Norden, über Huesca, diese alte Handelsstadt mit weitem Himmel, alten Gässchen und imposanter Kathedrale. Weiter hinein nach Aragonien. Das Ziel heißt Torla.

    Nach rund siebenstündiger Fahrt überwältigt mich der erste Eindruck. Torla liegt wie aus dem Fels gemeißelt auf einem kleinen Plateau. Darauf drängen sich die typischen mehrgeschossigen Steinhäuser. Enge Gassen und die imposante Kirche San Salvador. Dahinter ragen massive Wände in die Höhe. Torla gilt als das Tor zu einer einzigartigen Landschaft. Zum Nationalpark Ordesa und Monte Perdido.

    Tiefblick mit Aussicht auf steile Wände

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  • Kunst statt künstlich

    Kunst statt künstlich

    Die Sieger stehen fest: Im Wettbewerb um den goldenen Schneebesen. Mehr als 50 Schnee-Skulpturen habt Ihr mir per Bild zugesendet. Richtig cool und DANKE. Hier die Top-Ten.

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    Im Dezember 2025 hatte ich Euch aufgerufen: Jetzt haben wir Januar 2026 und Eure Bilder machen mich froh. Dutzende Fotobelege von Schneefrauen, Schneemännern oder Schneewesen sind bei mir eingegangen. Mega und MERCI.

    Aus der Vielzahl der winterlichen Skulpturen drei zu prämieren, war keine leichte Aufgabe. Ihr seid alle Sieger! Denn Eure Fantasie und Kreativität hat die Jury komplett umgehauen. Darum zeige ich hier die interessantesten zehn Winterwonderland-Figuren.

    Neuschnee im Norden

    Vorab noch einige Gedanken. In den vergangenen Tagen hat selbst der weniger schneereiche Norden Deutschlands einen weißen Segen erfahren. Gut 20 Zentimeter Neuschnee animierten etliche Besucher dieser Seite, ihre Schneewesen zu kreieren. Ich selbst habe einige Spaziergänge unternommen und das Hamburger Winterwunderland genossen.

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  • Grazie Graz

    Grazie Graz

    Das Mountainfilm Graz ist das älteste Festival seiner Art in Österreich. Mitte November war ich zum ersten Mal dabei. Und beeindruckt. Nicht nur von der Vielzahl der Filme, sondern auch vom Themenspektrum und der Organisation.

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    Robert Schauer sitzt im Akkreditierungsbüro. Die ersten zwei Tage seines Berg- und Abenteuerfilmfestivals liegen schon hinter ihm. Der 72-jährige Grazer wirkt ein bisschen müde.

    „Gestern Abend ging es ziemlich lang“, lächelt er. Dann steht er auf, reibt sich kurz die Augen und begrüßt den Neuankömmling. „Ah, der Hamburger Podcaster ist eingetroffen. Herzlich willkommen.“ Robert Schauer – in Graz geboren, selbst ein herausragender Bergsteiger, Filmemacher und Gründer des Mountainfilm.

    Steile Entwicklung

    Dreimal stand er auf dem Mount Everest, insgesamt fünf Achttausender hat er bestiegen, darunter den Makalu und den Broad Peak. 1986 hat Schauer das Film-Festival ins Leben gerufen. Anfangs heißt es noch internationales Grazer Bergfilmfestival. Es gibt seinerzeit 64 Einreichungen aus elf Ländern. Nächstes Jahr feiert das Festival 40. Geburtstag. In diesen vier Jahrzehnten hat sich das Mountainfilm einen wohlklingenden Namen erarbeitet. „Das macht mich sehr froh“, sagt Schauer. „Zumal Finanzierung und Organisation sicher nicht leichter geworden sind.“

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  • Der stille Gestalter

    Der stille Gestalter

    Er ist ein „Überzeugungstäter.“ Herbert Wölger, studierter Forstwirt, führt seit vielen Jahren den Nationalpark Gesäuse in der Steiermark – mit ruhiger Hand, ausgleichender Art und mit möglichst überzeugenden Argumenten. Das Ziel: Ein Miteinander von Natur und Mensch.

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    Wer Herbert Wölger begegnet, spürt schnell: Dieser Mann braucht keine großen Gesten. Der Direktor des Nationalparks Gesäuse spricht leise, wägt ab und findet Worte, die nachschwingen.

    „Man kann den Fluss nicht anhalten, man kann ihn nur begleiten“, sagt er, während die grünblauen Wassermassen der Enns unter der Holzbrücke vorbeirauschen. Ein Satz wie ein Aphorismus – und zugleich Programm. Wölger denkt Natur nicht in Kategorien von Beherrschung, sondern von Respekt. Der 1960 in Ardning bei Admont geborene Forstwirt ist ein Naturmensch. Schon früh zieht es ihn hinaus, weg von Hörsälen und Theorie, hinein in die Wälder. Einige Jahre verbringt er in Argentinien.

    Der leise Ausgleich

    Mit Gleichgesinnten versucht der Experte an der Grenze zu Bolivien, Waldgebiete vor der Abholzung zu bewahren. Das Projekt scheitert. Aber: Wölger lernt dort, wie komplex Naturschutz sein kann.

    „Wenn man Menschen überzeugen will, muss man ihre Lebensrealitäten ernst nehmen.“ Radikale Lösungen taugen wenig, Kompromisse dagegen tragen. Ausgleich, Konsens, Sachlichkeit – mit leisen Zwischentöne.

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