Die Bärenschützklamm in der Steiermark zählt zu den schönsten Schluchten Österreichs. Ein Felssturz hat sie für Jahre unbegehbar gemacht. Das Aus drohte, wären da nicht die Ehrenamtlichen der Alpenvereinssektion Mixnitz.
Weiterlesen: Freiwillig Berge versetzenDie Sonne versteckt sich noch hinter den bis zu 300 Meter hohen Kalkwänden. Ich stehe am kleinen Kassenhäuschen der Bärenschützklamm.

Aus dem Kamin qualmt es, im Hintergrund rauscht leise der Bach. „Die Leute kommen wie eh und je“, erzählt Doris Troppacher, die Kassiererin am Eingang. „Und sie freuen sich, dass die Klamm nach all den Jahren wieder offen ist.“ Ihre Augen strahlen als sie von spektakulären Wasserfällen berichtet. Das macht neugierig. Vier Jahre war die Klamm geschlossen. 2020 kracht ein Felssturz in die Tiefe, drei Menschen sterben auf tragische Weise.
Für Mixnitz, die Steiermark, ja ganz Österreich ein Schock. Heute ist der Weg wieder offen – sicherer als zuvor. Dafür gesorgt haben viele Akteure, aber einer von ihnen in besonderem Maße und unbezahlt:
Motor des Projekts

Sigmund „Sigi“ Wentner, stellvertretender Obmann der Alpenvereinssektion Mixnitz. 73 Jahre ist er alt, aber keineswegs im Ruhemodus. Sigi ist ein Motor des Projekts. „Ich bin hier aufgewachsen“, erzählt er, als wir gemeinsam die ersten Holzstufen hinaufsteigen. „Vor siebzig Jahren war ich zum ersten Mal in der Klamm. Seitdem begleitet sie mich – als Jugendführer, Bergführer, jetzt als Bauleiter. Immer ehrenamtlich.“









