Reisen

  • 10 Jahre & weiter geht es

    10 Jahre & weiter geht es

    Wir sind auf der Zielgeraden. Der zehnte Geburtstag ist Geschichte. Nun richte ich wieder den Blick nach vorn. Eventoplena.de ist ein Teenager, läuft stabil und sicher. Mal schauen, wohin das nächste Abenteuer führt. In die Berge, ins Wasser oder in die Welt der Geschichten?

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    Zehn Jahre? Das kann doch nicht sein. Der Gedanke bringt mich zurück ins Jahr 2015. Ich schultere meinen Rucksack und wandere gut 1.400 Kilometer zu Fuß über die Alpen – von Maribor nach Monaco.

    Unterwegs begegnen mir viele Menschen. Sie hören von meiner Tour, fragen nach meinen Erlebnissen und geben mir immer wieder dieselben zwei Ratschläge: „Schreib ein Buch.“ Und: „Starte einen Blog.“

    Das Erlebnisreich

    Es dauert etwas, aber ich höre auf sie. Aus der Wanderung entsteht „Der blaue Tiger – Drei Monate zu Fuß über die Alpen“. 2016 geht eventoplena.de online. Der Name stammt aus dem Esperanto und bedeutet sinngemäß Erlebnisreich. Besser lässt sich der Inhalt kaum beschreiben: Berge, Wasser und Geschichten. Vor allem über Menschen und deren Erleben.

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  • Eisen, Enns & Steyr

    Eisen, Enns & Steyr

    Steyr überrascht. Mit prachtvollen Bürgerhäusern, düsteren Ketzerprozessen, lebendiger Industriegeschichte und einer Schwimmschule aus der Zeit der Arbeiterbewegung. Ein Rundgang zwischen Enns, Steyr und vielen Geschichten.

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    Sechs Grad. Vielleicht sieben. Viel wärmer ist die Steyr an diesem Märzmorgen nicht. Das Wasser drückt gegen den Körper, die Strömung zieht kräftig. Wer hier freiwillig schwimmen geht, sollte wissen, worauf er sich einlässt. Auf den Zusammenfluss zweier Flüsse, die Steyr zu dem gemacht haben, was sie bis heute ist.

    Eine Stadt, in der seit Jahrhunderten vieles zusammenfließt: Wasser und Waffenindustrie. Handel und Handwerk. Kapital und Kultur. Verbunden durch Dutzende Brücken (119).

    Familiäre Wurzeln

    Auf einer der wichtigsten steht Wolfgang Hack. Auf Zwischenbrücken. Eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, über die Hack gerne und viel erzählt. Ein Mann, dessen Familie seit rund 600 Jahren in Steyr lebt. Unter seinen Vorfahren sind Messerer, die jene Handwerkstradition mitprägen. Hack ist studierter Maschinenbauer, aber auch Buchautor und Fremdenführer. Seit fast 25 Jahren zeigt er Besuchern seine Heimat und andere Regionen. Vor allem aber erzählt er Geschichten.

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  • Suche nach dem Zauberberg

    Suche nach dem Zauberberg

    Abenteurer, Asienkenner und Alpinist. All das war Gottfried Merzbacher. Am 26. April jährt sich sein Todestag zum 100. Mal. Obwohl er zahlreiche alpine Erstbegehungen und Expeditionen absolviert hat, drohte sein Erbe in Vergessenheit zu geraten. Zu Unrecht.

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    Kräftige Böen rütteln am Zelt. Die Plane klappert gegen die Stangen. Ein 60-jähriger Mann sitzt an einem kleinen Klapptisch, notiert Zahlen und schreibt auf, was er draußen sieht: Riesige Gletscher, die größer sind als alles, was er bisher gesehen hat.

    Gottfried Merzbacher, ein Pelzhändler aus Bayern. Er ist in Zentralasien unterwegs. Im „Himmelsgebirge“, im Tien Shan. An jenem Sommertag des Jahres 1903 hockt der Abenteurer zwischen Kisten, seiner Fotoausrüstung und Messgeräten. Er versucht, das Gesehene in Worte zu fassen. Keine leichte Aufgabe. Schon der Weg bis hierher war alles andere als einfach.

    Reisen für die Forschung

    „Von allen Hochgebirgen der Erde sind wohl die zentralasiatischen, also auch das Tien Shan, die am schwersten zugänglichen,“ notiert er in sein Tagebuch. „Die Gletscher im Himmelsgebirge gehören sicher zu den größten kontinentalen Eisströmen“. Er muss es wissen. Merzbacher hat viele Gegenden der Erde besucht.

    In Persien war er, im Oman, in Kaschmir, in Nordafrika, im Kaukasus, in China und in den Alpen. In den Dolomiten, am Wilden Kaiser und anderswo.

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  • Glückliche Ungewissheit

    Glückliche Ungewissheit

    Ostern. Zeit für Neubeginn – heißt es. Aber was bedeutet das wirklich? Auf meiner letzten Reise zeigt sich: Auferstehung passiert nicht im Großen, sondern in der Gegenwart des Gewöhnlichen. Und im Glück, immer wieder aufzustehen.

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    Eine unruhige Nacht, wilde Träume, erschlagen am Morgen. Kennt Ihr das? Und dann schaust du ganz früh aus dem Fenster. Der Wind treibt dunkelblaue Wolken über die bewaldeten Höhen rund um Peggau. Was wird das wohl für ein Tag werden? Ein neuer und ungewisser.

    Ich bleibe noch einen Moment liegen. Zwischen Resten der Nacht und dem, was kommt. Noch umgibt mich Müdigkeit, ein leiser Widerstand. Und doch zieht etwas nach draußen. Ist es die Peggauer Wand? Das Naturschutzgebiet, in dem Wanderfalken, Fledermäuse und Uhus leben? Kletterer und Naturschützer liegen hier öfter mal im Clinch. Streit ist für mich heute früh kein Lockvogel.

    Gewiss kein Traum

    Für mich sind es heute früh die kühle Luft, die Bewegung der Wolken, dieses erste, noch ungeordnete Licht, die mich nach draußen locken. Und eine gewisse Ungewissheit, die nicht lähmt. Weil sie offen ist. Ich raffe mich auf. Schuhe, Jacke, ein erster Schritt vor die Tür. Die Luft ist kühl, klar, fast scharf. Jeder Atemzug holt mich zurück. Weg von den Träumen, hinein in den Morgen.

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