Ostern. Zeit für Neubeginn – heißt es. Aber was bedeutet das wirklich? Auf meiner letzten Reise zeigt sich: Auferstehung passiert nicht im Großen, sondern in der Gegenwart des Gewöhnlichen. Und im Glück, immer wieder aufzustehen.
Weiterlesen: Glückliche UngewissheitEine unruhige Nacht, wilde Träume, erschlagen am Morgen. Kennt Ihr das? Und dann schaust du ganz früh aus dem Fenster. Der Wind treibt dunkelblaue Wolken über die bewaldeten Höhen rund um Peggau. Was wird das wohl für ein Tag werden? Ein neuer und ungewisser.

Ich bleibe noch einen Moment liegen. Zwischen Resten der Nacht und dem, was kommt. Noch umgibt mich Müdigkeit, ein leiser Widerstand. Und doch zieht etwas nach draußen. Ist es die Peggauer Wand? Das Naturschutzgebiet, in dem Wanderfalken, Fledermäuse und Uhus leben? Kletterer und Naturschützer liegen hier öfter mal im Clinch. Streit ist für mich heute früh kein Lockvogel.
Gewiss kein Traum
Für mich sind es heute früh die kühle Luft, die Bewegung der Wolken, dieses erste, noch ungeordnete Licht, die mich nach draußen locken. Und eine gewisse Ungewissheit, die nicht lähmt. Weil sie offen ist. Ich raffe mich auf. Schuhe, Jacke, ein erster Schritt vor die Tür. Die Luft ist kühl, klar, fast scharf. Jeder Atemzug holt mich zurück. Weg von den Träumen, hinein in den Morgen.















