Schottland

  • Festtage für den Fischkopf

    Festtage für den Fischkopf

    Zwölf Tage Schottland. Zwölfmal kaltes Wasser. Zwischen Highlands, Lochs und Atlantik wird aus einer Reise schnell ein ziemlich nasses Vergnügen. Oder auch eine Liebeserklärung an den Norden Großbritanniens.

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    Schottland und Wasser. Das gehört zusammen wie Tag und Nacht, Körper und Seele oder Sonnenschein und Niederschlag. Wobei der Regen während dieser Reise überraschend selten vorbeigeschaut hat. Drei, vielleicht vier echte Schauer in knapp zwei Wochen.

    Gute Quote für ein Land, in dem das schlechte Wetter angeblich nicht nur zuhause sein soll, sondern oft entsteht. Auch drei bis fünfmal am Tag. Auf dieser Reise Fehlanzeige. Stattdessen Sonne, Wind und dieses unbeschreibliche Licht. Es lässt die Highlands und Küstenstreifen aussehen, als hätte jemand einen Farbfilter darüber gelegt. Einen Schleier. Je nach Stimmung. Mal kräftiger, mal kontrastärmer, aber immer sehr speziell.

    Nur, wenn ich es beherrsche

    Für Naturfreaks ist diese Mischung aus Bergen, Seen und rauer Küste auf jeden Fall brandgefährlich. Ein Fischkopf wie ich steigt aus dem Zug oder dem Bus, schaut einmal über ein Loch, einen Hang oder irgendeine zerzauste Bucht — und möchte sofort hineinlaufen. Mich hält dann wenig.

    Obwohl: Ich schaue mir die Gewässer vorher genau an. Gibt es Strömungen, Strudel, Felsen oder andere Gefahren? Risiko nur, wenn ich davon überzeugt bin, dass ich es beherrsche.

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  • Viel Wetter da draußen

    Viel Wetter da draußen

    Keine Ampeln, viel Wind, 120 Menschen – und erstaunlich viel Zufriedenheit: Auf Colonsay besuche ich Sandy und Lars. Beide haben ihr altes Leben gegen Atlantik, Austern und viel Arbeit eingetauscht. Eine Reise auf die schottische Insel.

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    Als die Fähre in Oban ablegt, verschwindet das Festland langsam in der Ferne. Zweieinhalb Stunden später taucht Colonsay aus dem Atlantik auf. Eine Insel wie ein Versprechen: grün-braune Hügel, schmale Straßen, viel Himmel. Nur etwa 120 Menschen leben hier: Ohne Ampeln, Eile und Lärm. Dafür Wind. Immer Wind. Und noch mehr Wetter. „Manchmal haben wir alle Jahreszeiten mehrmals am Tag“, erzählt Lars Mack. Wegen ihm sind Christine Kutschera und ich gekommen.

    Frostige Freundschaft

    Und, um seine Frau Sandy Abrahams und den kleinen Finn wiederzusehen. Kennengelernt haben wir uns vor einigen Jahren beim Eisschwimmen. Damals irgendwo zwischen kaltem Wasser, Gänsehaut und diesem eigenartigen Glücksgefühl, das nur entsteht, wenn der Körper normalerweise protestieren müsste. Nun also Schottland.

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