Schwimmen

  • ABC – Was läuft im Schnee

    ABC – Was läuft im Schnee

    Moin aus dem Winterwunderland. Einladung zum Laufen, zu Übungen im Eis, manchmal im kalten Wasser. Der Winter bremst, erzieht und schärft – und zeigt, warum weniger Tempo oft mehr bringt.

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    Während viele gerade Socken, Kaffeetassen und Decken umarmen, schnappe ich mir die Lauf-schuhe und gehe hinaus – nicht auf die Loipe, nicht auf die Piste, sondern einfach raus in den Schnee. Joggen im Schnee-treiben, Übungen bei Eis und Schnee, manchmal auch ein Sprung ins eiskalte Wasser. Man könnte sagen: freiwillige Unbequemlichkeit. Raus aus der Komfortzone, rein in die Winterdisziplin mit Spaßfaktor.

    Was ist Schnee?

    Fangen wir vorne an. Schnee entsteht, wenn Wasserdampf in der Atmosphäre gefriert und sich zu winzigen Eiskristallen verbindet. Diese wachsen zu Schneeflocken heran und fallen – wenn Temperatur, Feuchtigkeit und Aufwinde zusammenpassen – zu Boden. Es braucht Kälte, Feuchtigkeit und ein bisschen meteorologisches Glück. Genau das hat das Tiefdruckgebiet Elli geliefert.

    Es hat feuchte Luft vom Atlantik angesaugt und auf kalte Luftmassen geschoben. In Norddeutschland, ohne schützende Gebirge, konnte sich der Schnee ungehindert ausbreiten.

    Und dann stehe ich draußen. Joggen im Schnee fühlt sich anders an als jeder Waldlauf ohne die weiße Pracht. Anders als jeder Jog auf Asphalt. Schnee erzieht. Tempo, Schrittfrequenz und Körperspannung werden automatisch angepasst. Aus dem vielleicht etwas ehrgeizigen Herbsttempo wird ein kontrollierter Winterrhythmus.

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  • Auf das Alte und Neue

    Auf das Alte und Neue

    Ich habe sie nicht gezählt – die vielen Gespräche im Jahr 2025. Es waren viele. Vor allem aber waren es Begegnungen mit interessanten Menschen. Mit Frauen und Männern, die ihr Leben leben. Voller Leidenschaft und Freude. Für mich eine Inspiration.

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    Ob DLRG-Präsidentin Ute Vogt, Alpinist und Fotograf Heinz Zak, die emsigen ehrenamtlichen Helfer:innen in der Bärenschützklamm oder der hörgeschädigte Box- und Personaltrainer Reiner Schulz. Sie alle habe ich getroffen und viel über sie, ihr Leben und ihre Arbeit erfahren.

    Freude und Antrieb zugleich. Denn auch 2026 geht es weiter mit dem Podcast von eventoplena.de über Berge, Wasser und Geschichten. Mit ein paar kleinen Neuerungen. Lasst euch überraschen. Danke an alle, die mich unterstützt haben und dies weiter tun. Es bleibt spannend. Vor allem aber DANKE auch an alle Hörerinnen und Hörer.

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  • Quallen sind Qualen

    Quallen sind Qualen

    Jedes Jahr versuchen etwa 100 Menschen, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Etliche schaffen es, viele nicht. Der 24. August ist für alle diese Sportler ein besonderes Datum. Vor 150 Jahren durchquerte ein britischer Brustschwimmer als Erster die Meeresenge.

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    Als der Extremschwimmer Christof Wandratsch vor 20 Jahren aus dem Wasser steigt, ist er Rekordhalter. Nach sieben Stunden, drei Minuten und 52 Sekunden hat der gebürtige Franke den Ärmelkanal durchschwommen. So schnell wie niemand zuvor.

    Doch sein eigentliches Ziel verfehlt der Langstreckenschwimmer damals. „Ich wollte als erster Mensch die Meeresenge zwischen Dover und Calais unter sieben Stunden hinter mich bringen.“ Am Ende fehlen nur knapp vier Minuten. Der Erste, der das schafft, ist der Bulgare Petar Stojtschew im Jahr 2007. Inzwischen liegt der Rekord bei sechs Stunden und 45 Minuten.

    Das Unmögliche

    Der Saarbrücker Andreas Waschburger durchpflügt vor zwei Jahren die rund 33 Kilometer von England nach Frankreich. Allen drei Schwimmern ist gleich: Der Brite Captain Matthew Webb hat sie inspiriert. Vor genau 150 gelingt dem damals 27-Jährigen, was bis dahin als unmöglich gilt. Und wie viele Kanalquerungen beginnt seine Mission in der englischen Hafenstadt Dover. Am Admiralty Pier.

    24. August 1875. Ein Windhauch weht über die Küste vor Dover. Es ist kurz vor 13 Uhr und leicht bewölkt. Ein stämmiger Mann verlässt die Ann, ein Fischerboot, das ihn begleiten wird.

    Webb, 27 Jahre jung, von 1 Meter 73 Körperlänge und gut 90 Kilogramm Gewicht zwirbelt etwas nervös seinen prächtigen Schnurrbart und zuppelt den roten Badeanzug aus Seide zurecht. Captain Matthew Webb springt und schwimmt. Auf nach Frankreich.

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  • Nicht nur für Toni’s

    Nicht nur für Toni’s

    Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich arbeite viel mit Tonmaterial. Dass ich nun auch im Ton schwimme, bedarf einer Erklärung. Sie beginnt im Sachsenwald, vor den Toren Hamburgs…

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    Es riecht nach trockenem Sandboden, nach Mischwald, nach feuchtem Holz. Weiche Sommer-Luft umschmeichelt den Kopf. Wir sind im Sachsenwald.

    Christine und ich sind an der S-Bahn-Haltestelle Wohltorf ausgestiegen. Eine gute halbe Stunde vom Trubel des Hamburger Hauptbahnhofs entfernt. In Wohltorf herrscht dagegen sommerliche Ruhe. Die Vorgärten der Siedlungshäuser aus den 1970er, 80er und 90er Jahren empfangen uns in gepflegter Bürgerlichkeit. Die Rasenflächen sind akkurat gemäht, die Hecken geschnitten und aus manchem Garten grüßt ein Gartenzwerg.

    Ab in den Urwald

    Wir folgen der Straße, die unser Ziel im Schilde führt. Am Tonteich. Doch bevor es uns in das Naturfreibad am Rande des Sachsenwaldes zieht, marschieren wir in das Dickicht. Ein feiner Forstweg. Ringsherum Mischwald. Buchen, Birken, Eschen, Eichen, wenige Fichten und Kiefern, die Schatten und angenehme Kühle spenden. Der Sachsenwald ist tatsächlich der letzte Rest eines sehr alten Urwaldes, der sich in grauer Vorzeit von der Ostsee bis nach Niedersachsen erstreckt.

    Das ist lange vorbei. Heute ist der Forst immerhin noch das größte zusammen-hängende Waldgebiet Schleswig-Holsteins. Rund 70 Quadratkilometer groß und forstwirtschaftlich genutzt.

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