Schwimmen

  • Eine spritzige Lektion

    Eine spritzige Lektion

    Es gibt Situationen, die überraschen mich. Nicht, weil sie kompliziert oder so komplex wären. Sondern gerade weil sie so schlicht daherkommen. Neulich im Schwimmbad… aber der Reihe nach.

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    An jenem Vormittag bin ich zunächst im Fitnessstudio. Ein bisschen Körperpflege betreiben: Spinning, etwas Eisen biegen, schwitzen. Danach – wie so oft – noch ein bisschen Ausschwimmen. Nur ein paar hundert Meter aktiver Erholung. Sie hat sich bewährt. Während ich noch auf dem Rad sitze, denke ich schon ans Wasser.

    Das Außenbecken ist allerdings gut gefüllt. Also weiche ich ausnahms-weise ins Hallenbad aus. Bahn eins ist mit einer Leine abgetrennt. Dort findet ein Aquagymnastik-Kurs statt.

    Das mit dem Denkfehler

    Vier Seniorinnen und Senioren stehen im Wasser, die junge Kursleiterin am Beckenrand. Arme gehen hoch, Wasser schwappt, kleine Fontänen spritzen.

    Das H₂O ist in Bewegung. Die Teilnehmenden wischen sich immer wieder Tropfen aus dem Gesicht – und lachen. Ich ziehe meine Bahnen auf der anderen Seite der Leine. Locker und entspannt. Ein bisschen Kraul, ein bisschen Rücken. Zugegeben auch mit ein paar Spritzern. Aber alles friedlich. Genau so, wie Ausschwimmen sein soll. Doch falsch gedacht.

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  • ABC – Was läuft im Schnee

    ABC – Was läuft im Schnee

    Moin aus dem Winterwunderland. Einladung zum Laufen, zu Übungen im Eis, manchmal im kalten Wasser. Der Winter bremst, erzieht und schärft – und zeigt, warum weniger Tempo oft mehr bringt.

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    Während viele gerade Socken, Kaffeetassen und Decken umarmen, schnappe ich mir die Lauf-schuhe und gehe hinaus – nicht auf die Loipe, nicht auf die Piste, sondern einfach raus in den Schnee. Joggen im Schnee-treiben, Übungen bei Eis und Schnee, manchmal auch ein Sprung ins eiskalte Wasser. Man könnte sagen: freiwillige Unbequemlichkeit. Raus aus der Komfortzone, rein in die Winterdisziplin mit Spaßfaktor.

    Was ist Schnee?

    Fangen wir vorne an. Schnee entsteht, wenn Wasserdampf in der Atmosphäre gefriert und sich zu winzigen Eiskristallen verbindet. Diese wachsen zu Schneeflocken heran und fallen – wenn Temperatur, Feuchtigkeit und Aufwinde zusammenpassen – zu Boden. Es braucht Kälte, Feuchtigkeit und ein bisschen meteorologisches Glück. Genau das hat das Tiefdruckgebiet Elli geliefert.

    Es hat feuchte Luft vom Atlantik angesaugt und auf kalte Luftmassen geschoben. In Norddeutschland, ohne schützende Gebirge, konnte sich der Schnee ungehindert ausbreiten.

    Und dann stehe ich draußen. Joggen im Schnee fühlt sich anders an als jeder Waldlauf ohne die weiße Pracht. Anders als jeder Jog auf Asphalt. Schnee erzieht. Tempo, Schrittfrequenz und Körperspannung werden automatisch angepasst. Aus dem vielleicht etwas ehrgeizigen Herbsttempo wird ein kontrollierter Winterrhythmus.

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  • Auf das Alte und Neue

    Auf das Alte und Neue

    Ich habe sie nicht gezählt – die vielen Gespräche im Jahr 2025. Es waren viele. Vor allem aber waren es Begegnungen mit interessanten Menschen. Mit Frauen und Männern, die ihr Leben leben. Voller Leidenschaft und Freude. Für mich eine Inspiration.

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    Ob DLRG-Präsidentin Ute Vogt, Alpinist und Fotograf Heinz Zak, die emsigen ehrenamtlichen Helfer:innen in der Bärenschützklamm oder der hörgeschädigte Box- und Personaltrainer Reiner Schulz. Sie alle habe ich getroffen und viel über sie, ihr Leben und ihre Arbeit erfahren.

    Freude und Antrieb zugleich. Denn auch 2026 geht es weiter mit dem Podcast von eventoplena.de über Berge, Wasser und Geschichten. Mit ein paar kleinen Neuerungen. Lasst euch überraschen. Danke an alle, die mich unterstützt haben und dies weiter tun. Es bleibt spannend. Vor allem aber DANKE auch an alle Hörerinnen und Hörer.

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  • Quallen sind Qualen

    Quallen sind Qualen

    Jedes Jahr versuchen etwa 100 Menschen, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Etliche schaffen es, viele nicht. Der 24. August ist für alle diese Sportler ein besonderes Datum. Vor 150 Jahren durchquerte ein britischer Brustschwimmer als Erster die Meeresenge.

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    Als der Extremschwimmer Christof Wandratsch vor 20 Jahren aus dem Wasser steigt, ist er Rekordhalter. Nach sieben Stunden, drei Minuten und 52 Sekunden hat der gebürtige Franke den Ärmelkanal durchschwommen. So schnell wie niemand zuvor.

    Doch sein eigentliches Ziel verfehlt der Langstreckenschwimmer damals. „Ich wollte als erster Mensch die Meeresenge zwischen Dover und Calais unter sieben Stunden hinter mich bringen.“ Am Ende fehlen nur knapp vier Minuten. Der Erste, der das schafft, ist der Bulgare Petar Stojtschew im Jahr 2007. Inzwischen liegt der Rekord bei sechs Stunden und 45 Minuten.

    Das Unmögliche

    Der Saarbrücker Andreas Waschburger durchpflügt vor zwei Jahren die rund 33 Kilometer von England nach Frankreich. Allen drei Schwimmern ist gleich: Der Brite Captain Matthew Webb hat sie inspiriert. Vor genau 150 gelingt dem damals 27-Jährigen, was bis dahin als unmöglich gilt. Und wie viele Kanalquerungen beginnt seine Mission in der englischen Hafenstadt Dover. Am Admiralty Pier.

    24. August 1875. Ein Windhauch weht über die Küste vor Dover. Es ist kurz vor 13 Uhr und leicht bewölkt. Ein stämmiger Mann verlässt die Ann, ein Fischerboot, das ihn begleiten wird.

    Webb, 27 Jahre jung, von 1 Meter 73 Körperlänge und gut 90 Kilogramm Gewicht zwirbelt etwas nervös seinen prächtigen Schnurrbart und zuppelt den roten Badeanzug aus Seide zurecht. Captain Matthew Webb springt und schwimmt. Auf nach Frankreich.

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