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  • Festtage für den Fischkopf

    Festtage für den Fischkopf

    Zwölf Tage Schottland. Zwölfmal kaltes Wasser. Zwischen Highlands, Lochs und Atlantik wird aus einer Reise schnell ein ziemlich nasses Vergnügen. Oder auch eine Liebeserklärung an den Norden Großbritanniens.

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    Schottland und Wasser. Das gehört zusammen wie Tag und Nacht, Körper und Seele oder Sonnenschein und Niederschlag. Wobei der Regen während dieser Reise überraschend selten vorbeigeschaut hat. Drei, vielleicht vier echte Schauer in knapp zwei Wochen.

    Gute Quote für ein Land, in dem das schlechte Wetter angeblich nicht nur zuhause sein soll, sondern oft entsteht. Auch drei bis fünfmal am Tag. Auf dieser Reise Fehlanzeige. Stattdessen Sonne, Wind und dieses unbeschreibliche Licht. Es lässt die Highlands und Küstenstreifen aussehen, als hätte jemand einen Farbfilter darüber gelegt. Einen Schleier. Je nach Stimmung. Mal kräftiger, mal kontrastärmer, aber immer sehr speziell.

    Nur, wenn ich es beherrsche

    Für Naturfreaks ist diese Mischung aus Bergen, Seen und rauer Küste auf jeden Fall brandgefährlich. Ein Fischkopf wie ich steigt aus dem Zug oder dem Bus, schaut einmal über ein Loch, einen Hang oder irgendeine zerzauste Bucht — und möchte sofort hineinlaufen. Mich hält dann wenig.

    Obwohl: Ich schaue mir die Gewässer vorher genau an. Gibt es Strömungen, Strudel, Felsen oder andere Gefahren? Risiko nur, wenn ich davon überzeugt bin, dass ich es beherrsche.

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  • Welle der Berg-Geisterung

    Welle der Berg-Geisterung

    Unterwegs zu sein, bedeutet zumeist auch feine Gewässer zu besuchen. Als bekennende „Wasserratte“ ein Muss. Für mich zumindest. In den vergangenen sieben Tagen habe ich neun schwimmbare Orte entdeckt. Inklusive Bergkulisse.

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    Zunächst ein Abstecher nach Oberbayern. Zum Schliersee und zum Spitzingsee am und im Mangfallgebirge. Später nach Herrsching zum Ammersee und zum Waginger See im Chiemgau. Weiter in den Pongau und die Steiermark. Der Reihe nach.

    Der Schliersee gilt als ein beliebtes Ausflugsziel der Münchner. Nur rund 50 Kilometer von der bayerischen Landeshauptstadt entfernt. Das Gewässer schwappt an den gleichnamigen Markt, der schon im 19. Jahrhundert von Erholungssuchenden bevölkert wurde. Mehrfach diente der Ort als Filmkulisse.

    Der See ist rund 2,2 Quadratkilometer groß. In ihm findet sich eine kleine Insel. Sie trägt den Namen Wörth, der aus dem Althochdeutschen „Warid “ kommt und Insel bedeutet. Das Wasser des Schliersees ist recht klar mit Sichtweiten von bis zu viereinhalb Metern.

    Erfrischung nach Anreise

    Da macht das Schwimmen besonders viel Spaß. Knapp 300 Meter höher und gut zehn Kilometer weiter findet sich der Spitzingsee.

    Bis weit ins Frühjahr hinein ist er mit Eis bedeckt. Als ich jetzt dort schwamm, war das Wasser mit 19 Grad ideal zum Abkühlen nach einer langen Zugfahrt. Das lockert müde Knochen und erfrischt.

    Der Blick auf die Gipfel und Grate des Mangfall-Gebirges (Taubenstein, Rotwand oder Rauhkopf..) machen einen Schwumm auch zu einem Augenschmaus und einer Wohltat. Zu einer Welle der Berg-Geisterung.

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