Reinhold Messner gilt in bestimmten Kreisen als alpinistische Instanz. Er ist eine lebende Legende, die aber auch Kritiker und Gegner hat. Allen bergsteigerischen Leistungen zum Trotz. Der Südtiroler feiert in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag. Allein dieser Umstand ist erstaunlich. Denn der Lebenswandel des Abenteurers ist mehr als ungewöhnlich.
Südtirol
-
Das Abenteuer entsteht im Kopf
Als der Alpinist Simon Messner noch Student war, konnte er sich kaum vorstellen, irgendwann einmal als Bauer zu arbeiten. Eine Karriere als Molekularbiologe ist Geschichte, die Arbeit als Landwirt ist inzwischen anstrengender Alltag. Auf dem Oberortlhof im Vinschgau. Nur das Klettern kommt gerade ein bisschen zu kurz.
-
Magische Momente
Was für eine geniale Kombination? In den Bergen unterwegs sein und zur Abkühlung in einen See springen. Für einen bergsteigenden Fischkopf wie mich immer wieder eine wunderbare Art, Gebirge, Gespräche und Gewässer miteinander zu verknüpfen. Besonders eindrucksvoll ist es meist dann, wenn ich den unzähligen Spitzen aus dem Wasser heraus meine volle Aufmerksamkeit schenken kann. Wie an den Spronser Seen in der Texelgruppe in Südtirol.
-
Dohlen, Dampf und Dolomiten
Von weitem leuchten sie weiß: Die Dolomiten sind seit jeher ein Sehnsuchtsziel für Wanderer, Kletterer, Bergsteiger und Historiker. Das gesamte Gebiet in Südtirol ist Inbegriff der wilden Berge. Knapp 16.000 Quadratkilometer groß bieten die Dolomiten eine Vielzahl von Touren. Eine besonders interessante, ja vielleicht auch spektakuläre, ist die über den Innerkofler-Klettersteig zum Paternkofel. Die Drei Zinnen im Blick geht es durch alte Weltkriegs-Stollen und über versicherte Steige bis auf 2.744 Meter. Dort, wo Dohlen elegant durch die Lüfte segeln.