Swimming

  • Quallen sind Qualen

    Quallen sind Qualen

    Jedes Jahr versuchen etwa 100 Menschen, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Etliche schaffen es, viele nicht. Der 24. August ist für alle diese Sportler ein besonderes Datum. Vor 150 Jahren durchquerte ein britischer Brustschwimmer als Erster die Meeresenge.

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    Als der Extremschwimmer Christof Wandratsch vor 20 Jahren aus dem Wasser steigt, ist er Rekordhalter. Nach sieben Stunden, drei Minuten und 52 Sekunden hat der gebürtige Franke den Ärmelkanal durchschwommen. So schnell wie niemand zuvor.

    Doch sein eigentliches Ziel verfehlt der Langstreckenschwimmer damals. „Ich wollte als erster Mensch die Meeresenge zwischen Dover und Calais unter sieben Stunden hinter mich bringen.“ Am Ende fehlen nur knapp vier Minuten. Der Erste, der das schafft, ist der Bulgare Petar Stojtschew im Jahr 2007. Inzwischen liegt der Rekord bei sechs Stunden und 45 Minuten.

    Das Unmögliche

    Der Saarbrücker Andreas Waschburger durchpflügt vor zwei Jahren die rund 33 Kilometer von England nach Frankreich. Allen drei Schwimmern ist gleich: Der Brite Captain Matthew Webb hat sie inspiriert. Vor genau 150 gelingt dem damals 27-Jährigen, was bis dahin als unmöglich gilt. Und wie viele Kanalquerungen beginnt seine Mission in der englischen Hafenstadt Dover. Am Admiralty Pier.

    24. August 1875. Ein Windhauch weht über die Küste vor Dover. Es ist kurz vor 13 Uhr und leicht bewölkt. Ein stämmiger Mann verlässt die Ann, ein Fischerboot, das ihn begleiten wird.

    Webb, 27 Jahre jung, von 1 Meter 73 Körperlänge und gut 90 Kilogramm Gewicht zwirbelt etwas nervös seinen prächtigen Schnurrbart und zuppelt den roten Badeanzug aus Seide zurecht. Captain Matthew Webb springt und schwimmt. Auf nach Frankreich.

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  • Eine Frage des Stils

    Eine Frage des Stils

    Die Schwimmwelt schaut nach Singapur. Dort haben die Weltmeisterschaften begonnen. Gut 2.500 SportlerInnen kämpfen um Medaillen. Auch in den verschiedenen Schwimmarten. Aber wie haben sich diese überhaupt entwickelt und wann?

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    Singapur, 32 Grad, Luftfeuchtigkeit wie im Dampfbad. Im klimatisierten Inneren der World Aquatics Championships Arena knistert die Spannung. Hier wird bis Anfang August geschwommen.

    In die Startblöcke drückt sich auch ein Stück Kulturgeschichte. Genauer gesagt: der schnellste Schwimmstil, den der Mensch je im Wasser entwickelt hat – das Kraulen. Zumindest ist es das nach bisherigem Wissensstand.

    Unklare Anfänge

    Die Anfänge des Schwimmens als Sport sind schwer zu datieren. Der Mensch schwimmt seit Jahrtausenden. Zunächst aus überlebens-wichtiger Notwendigkeit, später aus Neugier.

    Die ältesten bildlichen Zeugnisse stammen witzigerweise aus der Sahara. Also dort, wo Wasser heutzutage Mangelware ist. In der Höhle von Wadi Sura im südwestlichen Ägypten sind auf rund 8.000 Jahre alten Felsmalereien schwimmende Menschen zu erkennen.

    Auch in Homers Odyssee wird geschwommen. Aber als Sport? Das dauert. Der erste Schwimmwettkampf, der schriftlich festgehalten wurde, fand im Jahr 36 v. Chr. in Japan statt. Erst im 19. Jahrhundert, parallel zum Siegeszug der Bäderkultur, beginnen organisierte Wettkämpfe, wie wir sie heute kennen.

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  • Wandi’s Wasserparadies

    Wandi’s Wasserparadies

    Er ist Extremschwimmer und mehrfacher Weltmeister im Eisschwimmen. Christof Wandratsch hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte einen klingenden Namen erarbeitet. Nicht nur in der Schwimm-Szene. Der Lehrer aus dem oberbayrischen Haiming engagiert sich seit Jahren sozial, kümmert sich um den Nachwuchs und um seinen Privat-Pool im heimischen Garten. 25m lang und 2,50m breit. Ganzjährig steht das Becken zum Schwimmen bereit. Eine etwas andere Homestory…

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