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  • Zwischen Berg & Watt

    Zwischen Berg & Watt

    Mehr als ein halbes Jahrhundert war Eberhard Fimml Bergführer. Wie viele Gäste er durch das Ötztal begleitet hat? Er hat sie nicht gezählt. Was er aber weiß: Den Niederländern hat der über 80-Jährige einiges zu verdanken. Und sie ihm. Und ich die 50. Folge des eventoplena.de-Podcasts .

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    Eberhard Fimml geht langsam. Er atmet schwer, macht Pausen. „Man hat immer etwas weniger Luft“, sagt er, „und mit weniger Sauerstoff wird man immer weniger leistungsfähig.“ Allzu weit tragen ihn seine Beine nicht mehr. Das war lange anders.

    Direkt neben seinem Haus rauscht die Venter Ache vorbei, wild und ungebändigt. Ihr Wasser stammt aus Firn und Gletschern, aus einer Landschaft, die Fimmls Leben geprägt hat. Vent liegt hoch oben im Ötztal, am Ende der Straße. Auf knapp 2.000 Metern, mitten im Hochgebirge.

    Gipfel, Grate, grüne Wiesen

    Rund um das Dorf ragen die höchsten Berge Nordtirols in den Himmel. Wildspitze, Weißkugel, Brochkogel oder Similaun. Gipfel, Grate, Gletscher und grüne Wiesen. Vent ist still und zugleich ein Ort der Bewegung. Bergsteiger kommen, Seilschaften brechen früh auf, Führer gehen voran. Mehr als fünf Jahrzehnte gehört Eberhard Fimml zu denen, die hier noch oft vor dem Morgengrauen unterwegs sind.

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  • Auf das Alte und Neue

    Auf das Alte und Neue

    Ich habe sie nicht gezählt – die vielen Gespräche im Jahr 2025. Es waren viele. Vor allem aber waren es Begegnungen mit interessanten Menschen. Mit Frauen und Männern, die ihr Leben leben. Voller Leidenschaft und Freude. Für mich eine Inspiration.

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    Ob DLRG-Präsidentin Ute Vogt, Alpinist und Fotograf Heinz Zak, die emsigen ehrenamtlichen Helfer:innen in der Bärenschützklamm oder der hörgeschädigte Box- und Personaltrainer Reiner Schulz. Sie alle habe ich getroffen und viel über sie, ihr Leben und ihre Arbeit erfahren.

    Freude und Antrieb zugleich. Denn auch 2026 geht es weiter mit dem Podcast von eventoplena.de über Berge, Wasser und Geschichten. Mit ein paar kleinen Neuerungen. Lasst euch überraschen. Danke an alle, die mich unterstützt haben und dies weiter tun. Es bleibt spannend. Vor allem aber DANKE auch an alle Hörerinnen und Hörer.

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  • R.I.P. Carlo

    R.I.P. Carlo

    Von Flensburg bis Göttingen, von Emden bis Greifswald. In Norddeutschland dürfte Carlo von Tiedemann einen Bekanntheitsgrad haben, der gen 95 Prozent tendiert. Am Pfingstsonntag ist Carlo im Alter von 81 Jahren gestorben. Fast 25 Jahre lang sind wir uns regelmäßig begegnet. Auch zum Podcast.

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    Der Kultmoderator und ich trafen uns zum Gespräch. Im Park der großen Sendeanstalt, die das Norddeutsch im Namen trägt. Wir waren Kollegen.

    Irgendwann habe ich gefragt, ob Carlo nicht ein Interview geben wolle. Mit seinem wunderbar freundlichen „Dackelblick“ schaute er mich damals an und sagt: „Was ist an mir schon interessant! Jörgi?“

    Das Moor und die Ruhe

    Jede Menge. Carlo von Tiedemann war ein Naturliebhaber. Jeden Morgen ging er ins Himmelmoor bei Quickborn. Dort fand er all das, was ihm Menschen kaum geben können. Neben Ruhe und Stille den Zugang zum „lieben Gott“. „Ich bin ein gläubiger Mensch“, gab der gebürtige Pommeraner zu. „Der Chef da oben ist großartig. Er hört mir immer zu, egal was für seltsame Monologe ich führe.“

    Diese Zwiegespräche mit dem Schöpfer sind es, die Carlo von Tiedemann in der Natur die Schöpfung noch begreifbarer machen. Am liebsten am Wasser. „Hörma, Jörgi, ich bin ein Fischkopf. Ich liebe das Meer. Auch, wenn es gelegentlich etwas unheimlich ist.“ Berge mag er auch. Nicht, weil er da dem lieben Gott näher wäre. „Dazu muss ich nicht auf einen Gipfel kraxeln.“

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  • Reise ins Ungewisse

    Reise ins Ungewisse

    Neues auszuprobieren und zu entdecken, ist für Luka Lindič gelebter Alltag. Als der slowenische Alpinist beginnt, die Mountain Lodge Istrien aufzubauen, war es dennoch ein Abenteuer. Eine Reise ins Ungewisse. Oder wie Luka sagt. „Eine Reise, die sich gelohnt hat!“

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    Als Luka Lindič vor einigen Jahren beschließt, einen alten Bauernhof auf der kroatischen Halbinsel Istrien zu kaufen, wusste er nicht, auf was er sich da einlässt.

    Eltern, Freunde und Bekannte waren von dieser Idee zunächst nicht überzeugt. Gemeinsam mit der deutschen Alpinistin Ines Papert entscheidet er trotz aller Warnungen, aus dem „Steinhaufen“ eine Lodge für Naturfans, Kletterinnen und Kletterer zu errichten. Die beiden Profisportler lieben zwar das Unbekannte, der Bau der Mountain Lodge Istria aber „war komplett neues Terrain“, erinnert sich der slowenische Kletterer. „Eine echte Challenge, die uns viel abverlangt hat.“

    Die Fähigkeiten, die sich Ines und Luka über Jahre beim Klettern angeeignet haben, helfen ihnen auch bei diesem Vorhaben. Ist es möglich aus diesem Haufen Steine, zwei alte Ruinen wieder zum Leben zu erwecken?

    Einfach machen

    Wie einem schweren Kletterprojekt ? „Man weiß nie, ob man es tatsächlich schafft“, sagt Lindič. Zähigkeit, Kreativität, die Lust etwas Neues zu wagen – all das hat ihnen geholfen. „Wir sind dran geblieben und haben es einfach weiter probiert.“

    Istrien ist eine Halbinsel im Norden Kroatiens. Als Badeparadies an der Adria kennen es viele Urlauber. Als Destination für spannende Kletterrouten ist es deutlich unbekannter. Direkt hinter der Mountain Lodge Istrien zieht sich ein gut 1,5 Kilometer langer Felsgürtel. Aus bestem und griffigem Kalkfelsen. Sie bieten Klettereien vom 5. bis zum 9. Schwierigkeitsgrad. Im Prinzip ist für fast jeden Geschmack und jedes Level etwas dabei.

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