Tourismus

  • Eisen, Enns & Steyr

    Eisen, Enns & Steyr

    Steyr überrascht. Mit prachtvollen Bürgerhäusern, düsteren Ketzerprozessen, lebendiger Industriegeschichte und einer Schwimmschule aus der Zeit der Arbeiterbewegung. Ein Rundgang zwischen Enns, Steyr und vielen Geschichten.

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    Sechs Grad. Vielleicht sieben. Viel wärmer ist die Steyr an diesem Märzmorgen nicht. Das Wasser drückt gegen den Körper, die Strömung zieht kräftig. Wer hier freiwillig schwimmen geht, sollte wissen, worauf er sich einlässt. Auf den Zusammenfluss zweier Flüsse, die Steyr zu dem gemacht haben, was sie bis heute ist.

    Eine Stadt, in der seit Jahrhunderten vieles zusammenfließt: Wasser und Waffenindustrie. Handel und Handwerk. Kapital und Kultur. Verbunden durch Dutzende Brücken (119).

    Familiäre Wurzeln

    Auf einer der wichtigsten steht Wolfgang Hack. Auf Zwischenbrücken. Eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, über die Hack gerne und viel erzählt. Ein Mann, dessen Familie seit rund 600 Jahren in Steyr lebt. Unter seinen Vorfahren sind Messerer, die jene Handwerkstradition mitprägen. Hack ist studierter Maschinenbauer, aber auch Buchautor und Fremdenführer. Seit fast 25 Jahren zeigt er Besuchern seine Heimat und andere Regionen. Vor allem aber erzählt er Geschichten.

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  • Natürlich wild

    Natürlich wild

    Was passiert, wenn Natur wieder Natur sein darf – und Menschen lernen, ihr zuzuhören? Dann könnte so etwas entstehen, wie im Gesäuse in der Steiermark. Dort sind Naturschutz und Tourismus keine Gegenspieler, sondern Partner.

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    Unter der schmalen Holzbrücke gurgelt es. Der Johnsbach strömt, schleift Kies und rollt Steine Richtung Enns. Rolling Stones mitten in der Steiermark.

    Herbert Wölger (l) ist Geschäftsführer des Nationalparks Gesäuse

    Einst war der Johnsbach begradigt und technisch gebändigt. Heute darf er wieder fließen. „Ein echter, schöner Wildbach ist er geworden“, sagt Herbert Wölger, Geschäftsführer des Nationalparks Gesäuse. „Fischotter, Bachforelle – alles wieder da.“ Der studierte Forstwirt lehnt sich an das Geländer und deutet auf eine Stelle am Ufer, kurz vor der Einmündung des Johnsbaches in die Enns.

    Unversaut schweißtreibend

    „Da befindet sich ein Mikrofon. Es nimmt das Klackern der Steine auf, die über den Grund rollen.“ Je lauter das Geräusch, desto mehr Material transportiert der Bach. Forschende der Universität für Bodenkultur in Wien werten die Daten aus. Sie wollen verstehen, wie der Bach sich und angrenzende Bereiche verändert. Wissenschaft ist Beobachtung.

    Im Gesäuse haben das viele Menschen in einem langen Prozess offenbar verstanden. Im Xeis, wie es die Einheimischen nennen, begegnen sich Natur und Mensch auf vergleichsweise engem Raum. Sylvia Hofbauer vom Tourismusverband sagt: „Wir sind froh, dass das Gesäuse unversaut und schweißtreibend geblieben ist. Das grenzt unsere Gästeklientel automatisch ein.“ Hofbauer sieht das nicht als Makel.

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  • Das Kreuz mit dem Kreuz

    Das Kreuz mit dem Kreuz

    Im Prinzip ist alles ganz simpel. Zwei Balken. Einer horizontal, einer vertikal. Das ist ein Kreuz. Kennt wohl jeder. In diesen Tagen bekommt das Kreuz – zumindest im christlichen Kulturraum – wieder vermehrt Aufmerksamkeit. Als Symbol für das Leiden und Sterben Christi. Auf vielen Bergen vor allem im Alpenraum stehen Gipfelkreuze. Ein Zeichen für die besondere Nähe zum Göttlichen? Die Geschichte des Kreuzes jedenfalls ist eine lange…

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