Es gibt Berge, die warten geduldig auf Besuch. Die Kreuzspitze im Villgratental war für mich genau so ein Gipfel. Lange bin ich an ihr vorbeigewandert, ehe ich mich doch auf den Weg mache. Nicht alles im Leben muss sofort erledigt werden.
Weiterlesen: Berge laufen nicht weg
Keine Ahnung, wie oft ich schon im Villgratental war. Dreißigmal? Fünfunddreißigmal? Viele Berge habe ich in diesem etwas abgelegenen Tal in Osttirol bereits besucht und bestiegen. Das Besondere daran: Keiner der Gipfel überschreitet die so oft zitierte magische Grenze von 3.000 Metern. Kein Makel, eher ein Markenzeichen. Denn lohnenswert ist es allemal, den einen oder anderen Fast-Dreitausender zu erklimmen.
Ohne Dreitausender
Die Weißspitze etwa. Mit 2.962 Metern der höchste Berg des Tals. Ein Grenzgipfel, denn das benachbarte Defereggental liegt direkt nebenan. Das gilt auch für die Rote Spitze. Beide habe ich vor einigen Jahren kennengelernt. Ebenso das Rote Kinkele, das Marchkinkele, den Gabesitten, das Degenhorn und die Hochgrabe. Nur einen Berg, sozusagen den Hausberg von Innervillgraten, habe ich bislang ausgelassen: die Kreuzspitze. Warum nur?





