Altstadt, Apfelkuchen, Altes Land. Stade zeigt sich zu Beginn des Frühlings von einer prächtigen Seite. Quasi Stadt, Land, Fluss ganz komprimiert. Nicht als Spiel, sondern als Rundgang durch eine lebendige Historie. Kaltwasserbad inklusive.
Weiterlesen: Beschwingtes StadeStades Geschichte kommt oft in flüssiger Form daher. Fleete, Hafenbecken und die Schwinge. Jener Fluss, der im Hohen Moor bei Mulsum entspringt, gut 33 Kilometer durch die Landschaft mäandert und bei Stadersand in die Elbe mündet.

Die Schwinge war und ist Stades Lebensnerv. Heute leben hier gut 48.000 Menschen. Sie wissen die Nähe zu Hamburg und das ruhige Land an der Elbe zu schätzen. Mein Rundgang beginnt am Alten Hafen. Am Fischmarkt schlägt das Herz der Altstadt. Bunte, etwas schiefe Fachwerkhäuser lehnen sich dicht ans Wasser, ein paar Möwen lachen laut über dem alten Lastenkran. An der Kaimauer ist ein alter Ewer /Segelfrachter) fest vertäut. Selbst an diesem kühlen Märzmorgen sitzen Menschen draußen vor den Cafés.
Tor zur Nordsee

Sonne tanken, dick eingepackt zwar – aber mit Blick aufs Wasser. Stade ist alt. Sehr alt. Bereits 994 taucht der Ort erstmals urkundlich auf. 1209 erhält er Stadtrecht. Im Mittelalter entwickelt sich der Hafen an der Schwinge zu einem wichtigen Handelsplatz der Hanse. Stader Kaufleute segeln über Elbe und Nordsee nach Holland oder Dänemark. Zeitweise soll die Stadt sogar bedeutender gewesen sein als das damals noch recht junge Hamburg. Doch Geschichte verläuft selten geradlinig.












