Wasser

  • 3660 mal DANKE

    3660 mal DANKE

    Zehn Jahre Berge, Wasser und Geschichten. Das sind gut 3.660 Tage, 520 Wochen, 120 Monate. Viele Beiträge sind hier erschienen. Ohne Euch und die Leute, die mich unterstützt haben, undenkbar. Darum: DANKE für Alles. Noch bis Ende Juli. Dann geht es weiter.

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    Anfang des Jahres staune ich. Durch den sogenannten Zufall fällt mir auf: eventoplena.de feiert zehnten Geburtstag. Zehn Jahre? Das kann doch nicht sein. Der Gedanke bringt mich zurück ins Jahr 2015. Ich schultere meinen Rucksack und wandere gut 1.400 Kilometer zu Fuß über die Alpen – von Maribor nach Monaco.

    Unterwegs begegnen mir viele Menschen. Sie hören von meiner Tour, fragen nach meinen Erlebnissen und geben mir immer wieder dieselben zwei Ratschläge: „Schreib ein Buch.“ Und: „Starte einen Blog.“

    Das Erlebnisreich

    Es dauert etwas, aber ich höre auf sie. Aus der Wanderung entsteht „Der blaue Tiger – Drei Monate zu Fuß über die Alpen“. 2016 geht eventoplena.de online. Der Name stammt aus dem Esperanto und bedeutet sinngemäß Erlebnisreich. Besser lässt sich der Inhalt kaum beschreiben: Berge, Wasser und Geschichten. Vor allem über Menschen und deren Erleben.

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  • Drei Bilder – eine Geschichte

    Drei Bilder – eine Geschichte

    Kaltes Wasser. Schnee auf den Bergen. Irgendwo zwischen Achensee, Aufbruch und Alpenquerung entstand vor zehn Jahren die Idee für dieses Erlebnisreich. Im Sommer hat eventoplena.de Geburtstag. Der wird gefeiert. Wie, wer, was, wann, wo?

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    Der Fotograf fror mehr als ich. Zumindest behauptet Mario Eder das bis heute. Frühling am Achensee. Das Wasser ist gerade mal fünf Grad warm. Noch liegt Schnee auf den Bergen. Und ich schwimme. Dieses erste Brennen auf der Haut, das mich kurz zweifeln lässt, warum ich so etwas freiwillig mache. Die Bilder entstehen in einer Zeit, in der meine Homepage das Schwimmen längst beherrscht.

    Die eigentliche Idee dazu ist allerdings schon älter. Im Jahr 2015. Irgendwo unterwegs zwischen Maribor und Monaco. Drei Monate zu Fuß über die Alpen. Nicht von Nord nach Süd. Sondern von Ost nach West. Aus dieser Reise entsteht später ein Buch: „Der blaue Tiger“. Und eben diese Seite, die mein Leben doch erheblich verändert hat. Vielleicht mag ich deshalb Geschichten, die Bilder im Kopf erzeugen und Raum für Neues schenken. Gerne auch für Fotografien.

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  • Eine spritzige Lektion

    Eine spritzige Lektion

    Es gibt Situationen, die überraschen mich. Nicht, weil sie kompliziert oder so komplex wären. Sondern gerade weil sie so schlicht daherkommen. Neulich im Schwimmbad… aber der Reihe nach.

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    An jenem Vormittag bin ich zunächst im Fitnessstudio. Ein bisschen Körperpflege betreiben: Spinning, etwas Eisen biegen, schwitzen. Danach – wie so oft – noch ein bisschen Ausschwimmen. Nur ein paar hundert Meter aktiver Erholung. Sie hat sich bewährt. Während ich noch auf dem Rad sitze, denke ich schon ans Wasser.

    Das Außenbecken ist allerdings gut gefüllt. Also weiche ich ausnahms-weise ins Hallenbad aus. Bahn eins ist mit einer Leine abgetrennt. Dort findet ein Aquagymnastik-Kurs statt.

    Das mit dem Denkfehler

    Vier Seniorinnen und Senioren stehen im Wasser, die junge Kursleiterin am Beckenrand. Arme gehen hoch, Wasser schwappt, kleine Fontänen spritzen.

    Das H₂O ist in Bewegung. Die Teilnehmenden wischen sich immer wieder Tropfen aus dem Gesicht – und lachen. Ich ziehe meine Bahnen auf der anderen Seite der Leine. Locker und entspannt. Ein bisschen Kraul, ein bisschen Rücken. Zugegeben auch mit ein paar Spritzern. Aber alles friedlich. Genau so, wie Ausschwimmen sein soll. Doch falsch gedacht.

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  • Auferstanden als Ruinen

    Auferstanden als Ruinen

    Der erste Schein trügt. Wir befinden uns nicht im antiken Griechenland, sondern in Potsdam. Oberhalb von Schloss Sanssouci erhebt sich der sogenannte Ruinenberg. Das dort oben liegende Wasserbecken sollte einst die Fontänen des Parks speisen.

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    Der Schnee hat den Weg zum Ruinenberg in Potsdam angezuckert. Kein Prachtweiß, eher ein graukörniger Schleier, der die üblichen Konturen entschärft. Von Brandenburgs Hauptstadt ist hier nicht viel zu hören.

    Unter und hinter mir, nur in wenigen Minuten Entfernung, liegen der Schlossgarten Sanssouci und Potsdam. Doch hier oben, auf gut 74m Seehöhe ist es, als sei ich in einer Zone, in die sich der Alltag kaum freiwillig verirrt. Der Berg gehört zur Stadt, der Weg zur Anhöhe ist sicher keine Trekkingtour. Aber der Pfad erinnert an preußische Glanzzeiten. Ausgerechnet mit Ruinen, die gar keine sind. Denn das Ensemble aus Säulen, Rundtempeln, Türmen und Mauern ist von langer Hand geplant.

    Anfang und Aufwand

    Preußen-König Friedrich der Große lässt hier 1748 ein riesiges Wasserbecken errichten. Damit sollen die Fontänen im Park Sanssouci gespeist werden. Rund um den Speicherteich stehen Bauten, die der Antike huldigen und gleichzeitig technische Innovation verkörpern. Doch sie erweisen sich als störrisch:

    Windmühlen und ein komplexes Leitungssystem kommen kaum über das Experiment hinaus. Die Arbeiten ziehen sich über Jahre – und verschlingen ein Vermögen. Auf heutige Kaufkraft umgerechnet kosten die Arbeiten rund 34 Millionen Euro. Damals 170.000 Taler. Das Projekt scheitert.

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