Keine Ampeln, viel Wind, 120 Menschen – und erstaunlich viel Zufriedenheit: Auf Colonsay besuche ich Sandy und Lars. Beide haben ihr altes Leben gegen Atlantik, Austern und viel Arbeit eingetauscht. Eine Reise auf die schottische Insel.
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Als die Fähre in Oban ablegt, verschwindet das Festland langsam in der Ferne. Zweieinhalb Stunden später taucht Colonsay aus dem Atlantik auf. Eine Insel wie ein Versprechen: grün-braune Hügel, schmale Straßen, viel Himmel. Nur etwa 120 Menschen leben hier: Ohne Ampeln, Eile und Lärm. Dafür Wind. Immer Wind. Und noch mehr Wetter. „Manchmal haben wir alle Jahreszeiten mehrmals am Tag“, erzählt Lars Mack. Wegen ihm sind Christine Kutschera und ich gekommen.
Frostige Freundschaft

Und, um seine Frau Sandy Abrahams und den kleinen Finn wiederzusehen. Kennengelernt haben wir uns vor einigen Jahren beim Eisschwimmen. Damals irgendwo zwischen kaltem Wasser, Gänsehaut und diesem eigenartigen Glücksgefühl, das nur entsteht, wenn der Körper normalerweise protestieren müsste. Nun also Schottland.



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