Von Marrakesch nach M’Hamid

Von Marrakesch nach M’Hamid

 1. März 2017

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Kulisse für viele Historien-„Schinken“

Jesus von Nazareth, Lawrence von Arabien und Indiana Jones waren schon hier. Zumindest die Stars für die jeweiligen Filme, die hier zum Teil gedreht wurden. Marokko hat sich als Filmstandort einen Namen gemacht. Im nahgelegenen Ouarzazate stehen riesige Studios. Wen wundert’s. Die Häuser, die Türme und die Zinnen sind aus Lehmziegeln errichtet. So wie es die Menschen hier schon immer gemacht haben. Jahrhunderte lang. Ideal für Historien-Filme.

Ein Hauch von Hollywood

Die Kasbah steht geduckt an einen Berg. Enge Gassen durchziehen das kleine Dorf, in dem früher einmal eine Sippe oder eine Großfamilie lebte. Heute befinden sich in den Lehmhäusern Souvenirshops. Einer neben dem anderen. Aber der Andrang hält sich in Grenzen.

Spitzbögen, Gassen, Orient
Spitzbögen, Gassen, Orient
Handel war und ist in den alten Kasbahs bis heute wichtig. Und sei es mit Touristen.
Handel war und ist in den alten Kasbahs bis heute wichtig. Und sei es mit Touristen.

Zurück auf der Straße Richtung Süden. Diese Weite. Mein Blick schweift über ein Meer aus Stein. Ich sage Steinwüste dazu. Ali schmunzelt. „Das ist noch keine Wüste.“

Weites Land - scheinbar grenzenlos
Weites Land – scheinbar grenzenlos -und noch keine Wüste

Wir biegen wieder nach Osten ab: in die Straße der „1000“ Kasbahs. Für mich ist das die Straße aus 1001 Nacht. Jedes alte Haus ein Palast. Leider oft verlassen, nicht mehr bewohnt und manchmal baufällig.

Kasbahs: Kein Märchen aus 1001 Nacht
Kasbahs: Kein Märchen aus 1001 Nacht

In der Nachbarschaft entstehen neue Häuser. Marokko ist eine Riesenbaustelle. Ob Häuser oder Straßen, überall verändert das nordafrikanische Land sein Gesicht. Moderne und Tradition. Geht das zusammen? Ali zuckt mit den Achseln. „Vor ein paar Jahren besaß ich kein Handy, kannte kein Internet und wusste nicht, was Facebook ist. Da hatte ich meine Dromedare und die Wüste. Gefehlt hat mir nichts.“

Moderner Transport mit altem Transportmittel als Logo
Moderner Transport mit altem Transportmittel als Logo

Jetzt fährt er einen großen Offroad-Wagen, telefoniert häufig, und zwar mit zwei Geräten. Nur nicht gleichzeitig. Mit einer Hand muss er lenken. Wenn ihn die Polizei beim Telefonieren erwischen würde, wären 500 Dirham fällig. Umgerechnet 50 Euro. Aber Ali kennt die Stellen, wo Kontrollposten stehen. „Da lasse ich das lieber.“

Kommentar für “Von Marrakesch nach M’Hamid

  1. Wie immer, sehr gelungen dein Report. Man möchte gleich mehr davon erfahren. Du wirst es uns sicherlich erzählen auf der Alm, wir lauschen dir sehr gerne zu, wenn du von deinen Erlebnissen erzählst.
    Liebe Grüße
    Susi & Adi

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