Von Null auf 6.1.

Zumal Corona vielen älteren Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen gehen kann. Das hat der Atemwegs- und Schlafmediziner Raymond Wong (Uni Melbourne) herausgefunden. Demnach wurden auch bei sportlich aktiven Männern über 60 nach einer Covid-Infektion in bis zu zehn Prozent der Fälle vorübergehende Herzmuskelveränderungen beobachtet.

Nichts Dramatisches, aber ein Grund mehr, ein wie auch immer geartetes Comeback vernünftig anzugehen. Die gute Nachricht: Training hilft. Immer.

Eine Metaanalyse an der Universität Sydney belegt, dass moderate Kraftübungen und Ausdauertraining bei älteren Erwachsenen die Muskelkraft, die Fähigkeit Sauerstoff aufzunehmen und das allgemeine Wohlbefinden signifikant verbessern. Es ist also nie zu spät, wieder in Form zu kommen.

Maulende Muskeln

Deshalb lautet mein Plan: zwei Mal pro Woche Krafttraining und langsames Laufen. Lockeres Radfahren und Schwimmen. Letzteres zunächst nur 20 Minuten im Becken, bei ruhiger Atmung, kein Tempo. Dann jede Woche etwas steigern.

Regeneration ernst nehmen, schlafen, essen, Pause machen. Bei Brustschmerz oder Schwindel – raus aus dem Wasser, rein in die Erholung.

Mit 61 mault der Körper früher als mit 30. Schon im Frühjahr musste ich pausieren. Ein Warnsignal des Alters? Vielleicht. Ich sehe es eher als Download und Update mit dem Titel: „Bewegungsmensch 6.1.“ Mit biologischen Anpassungen, um dem wasserlosen Vorhof zur Hölle zu entkommen. Auch wieder im kalten Wasser.

Quellen:

Muskelabbau im Alter Veränderungen im AlterRückkehr zum Sport nach CovidHerzbeteiligung nach Covid Trainingseffekte bei älteren Erwachsenen

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