Warm werden mit der Kälte

Warm werden mit der Kälte

 2. September 2022

Ein bisschen Überwindung gehört dazu

Nicht alle Menschen mögen Freiwasser. Schon gar nicht trübes, kaltes oder trüb-kaltes. Wer damit kaum Berührungsängste hat, für den/diejenigen könnte das Bad im kalten Nass eine Option sein. Man/frau will nicht stundenlang im Wasser bleiben und schon gar nicht große Entfernungen zurücklegen. Es geht mehr darum, Körper, Geist und Seele etwas Gutes zu tun. Eine Minute im Eiswasser hat ihre Wirkung. Versprochen. Ich fühle mich danach jedenfalls immer (immer) vitaler, geistig aufgeräumt und entspannt.

Vorausgesetzt, dass kein falscher Ehrgeiz dahintersteckt. Etwa schon als Anfänger möglichst lange im Eiswasser auszuhalten. Das sollte für Neulinge tabu sein. Auch bei erfahrenen Profis stößt diese Rekordjagd durchaus auf Ablehnung und wird kontrovers diskutiert.  

Warm werden mit der Kälte

Gemütliche Runde? (Quelle pixabay)

Für mich gilt: Möchte ich länger im Eiswasser schwimmen, tue ich das nie alleine und immer mit Sicherheitsboje. Zudem muss ich wissen, wie ich problemlos wieder aus dem Gewässer komme. Hinein ist einfach, hinaus nicht immer. Anschließend nicht lange mit nassem Badeanzug oder Hose herumturnen. Abtrocknen und in warme Klamotten, Mütze und Handschuhe nicht vergessen. Tee und heißes Ingwerwasser helfen, das ganz große Schlottern zu verringern. Am besten ist es freilich, schnell ins Warme zu kommen. Also sucht ein zum Schwimmen erlaubtes Gewässer in der Nähe. Am besten in der Gruppe. Aus Sicherheitsgründen und der Geselligkeit wegen. Eisschwimmen schafft es, mit bislang vielleicht fremden Menschen ziemlich schnell warm zu werden.

Gute Laune beim Eintauchen in eine andere Welt

Aber wie an die kühlen Temperaturen in Herbst und Winter gewöhnen? Das ist relativ simpel, es erfordert eine gewisse Bereitschaft zur Überwindung. Jetzt, da im September die Tage wieder deutlich kürzer werden, Seen und Teiche abkühlen, einfach nicht aufhören, dort regelmäßig hineinzusteigen und zu schwimmen. Es geht nicht um Rekorde. Stattdessen um gemächliche Geschwindigkeiten, ganzheitlichen Genuss und gepflegte Geselligkeit. Um Spaß an der Bewegung. Positiver Nebeneffekt: Der Körper passt sich Schritt für Schritt an die sinkenden Temperaturen an. Das Immunsystem verbessert sich, der Kopf verliert die Scheu, es entsteht fast automatisch gute Laune. 

6 Kommentare für “Warm werden mit der Kälte

  1. Kaltwasserschwimmen ist auf jeden Fall die Option. Allerdings lässt sich das sehr gut mit weniger beheizten Hallenbädern kombinieren, wie ich letzten Winter festgestellt habe. Wer im Winter draußen schwimmt, der braucht bei 20°C im Hallenbad auch kein Neopren, sondern fühlt sich wohl.
    Regelmäßigßig (im Sinne von ausschließlich) kalt duschen hilft auch bei der Gewöhnung ans kalte Wasser und überhaupt kühlere Temperaturen.
    Ich gehöre zu den Menschen, die im ersten Corona-Winter weiter geschwommen sind und die üblichen Hallenbadtemperaturen (und auch die vieler beheizter Freibäder) seitdem zu warm findet.
    Viele Grüße und viel Spaß im kalten Wasser!

  2. Vielen Dank für den schönen Artikel zu einem Thema, welches sicherlich viele von uns umtreibt.
    Ich persönlich habe mich bereits für die Freiwasser-Variante entschieden.
    Beste Grüße, Max

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