
Am liebsten ist die Nationalpark-Chefin im echten Watt unterwegs. Dort, wo der Boden nachgibt, sie immer mal wieder im Schlick einsinkt. Franziska Junge liebt die Weite und den Wind. Die Vögel, das Gurgeln der Priele, das spezielle Licht und das Knistern im Watt. Hier kann die Behördenchefin durchatmen und verschnaufen. „Also wenn ich richtig viel Glück habe, dann geht mir da gar nichts durch den Kopf.“


Vielleicht beschreibt dieser Satz das Wattenmeer besser als viele Zahlen. Ein Raum, der zwar „nie stillsteht und doch unheimlich entschleunigt.“ Weil es auf jedes Detail ankommt. Auf die „Flying Five“, die „Big Five“ und natürlich auch auf die „Small Five.“

Und mögen sie noch so klein sein. Etwa drei oder vier Millimeter groß. Der Halligflieder-Spitzmaus-Rüsselkäfer. Heimisch nur auf Halligen und Inseln im Wattenmeer. Eine endemische Art. Ein winziges Tier. Und trotzdem Symbol eines ganzen Ökosystems. Oder wie Franziska Junge sagt: „So klein, wie der Käfer ist, repräsentiert er wirklich das Welterbe Wattenmeer ganz vorzüglich.“ Vielleicht ist 2026 auch deshalb das Jahr der Insekten im Nationalpark. Nicht vielleicht. Ganz sicher sogar.
Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – Multimar-Wattforum – Nordsee – Wattenmeer – Tönning – Schutzstation Wattenmeer





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