Welle der Berg-Geisterung

In den Luftkurort, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Traunstein. Auch dieser See ist mir bekannt. Von einem Besuch im Winter, wenn die Wassertemperatur im einstelligen Bereich liegt.

Diesmal ist der See gut doppelt so warm. Ich finde meine Bade- und Schwimmstelle am Einlauf des Musbaches. Etwa auf der Hälfte zum nächst größeren Ort, der den eindeutig zweideutigen Namen Petting trägt. Der private Grundeigentümer am Waginger See hat gerade Rasen gemäht. Die Anlage wirkt wie ein hübsch gepflegter Park.

Mit Bäumen, einem Bootsschuppen und einer großen Liegewiese. Im Hintergrund leuchten die „blauen Berge“. Ein Kanu und eine Luftmatratze dümpeln auf dem See. Das Wasser trüb, es schmeckt etwas morastig. Für eine entspannte Runde und eine Querung ans gegenüberliegende Ufer reicht es allemal.

Fischreicher Waginger See.

Die letzte Eiszeit hat den Waginger See hinterlassen. Mehrere Bäche speisen das knapp sieben Kilometer lange und bis zu 1,8 Kilometer breite Gewässer. Im Sommer gilt der Waginger als der wärmste Badesee Oberbayerns.

Ware für den Vatikan

Weil sich das Wasser im Frühjahr so rasch erwärmt, ist der See vergleichsweise fischreich. Hechte, Karpfen, Zander und Aale.

Kleine Randnotiz: Der Berufsfischer und Inhaber der Waginger Seefischerei Robert Kneidl hatte unter seinen Kunden den polnischen Papst Johannes Paul II. Kneidl’s Karpfen für die katholische Kirche.

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