Am Langenberg kannste wachsen

Wie viele Grüntöne gibt es eigentlich? 100? 200? 1000? Genau weiß das wohl niemand. Was ich aber weiß: Grün stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „wachsen“.  Im Sauerland existiert sehr viel Grün. In sehr unterschiedlichen Spielarten. Hell, mittel dunkel. Tannengrün, Froschgrün, Lindgrün, Grasgrün. Von satt bis zart. Bezaubernd und beruhigend. Auch auf dem Langenberg bei Olsberg, dem höchsten Berg Nordrhein-Westfalens, ist vieles grün. „Hier kannste wachsen!“

Der Spätsommer läst grüßen. Mit viel Sonne im Sauerland

Bruchhausen ist ein kleines Dorf. Genauer gesagt ein Ortsteil des sauerländischen Städtchens Olsberg. Wer nicht so genau hinsieht, könnte meinen: In Bruchhausen befindet sich das Ende der Welt. Das ist natürlich nicht so. Aber folgt man kurz nach der Kirche nicht der Kreisstraße 47 Richtung Winterberg, endet die Straße nach kurzer Zeit und wird zum Weg. Dann geht es nur noch zu Fuß weiter, zumindest, wenn man wie wir auf den höchsten Berg von Nordrhein-Westfalen möchte.

Hinauf zum Langenberg. „Denn der ist mit seinen 843m über dem Meer etwas mehr als einen Meter höher als der deutlich bekanntere Kahle Asten“, sagt mein Begleiter Jochen Bruha.

Ein Wiedersehen nach 25 Jahren. Jochen Bruha (li), einst Kamerad im Schwimmverein und jetzt Wanderpartner

Wir kennen uns aus alten Schwimmerzeiten. In den 1980er Jahren zogen wir gemeinsam manche Bahn im Becken, trainierten und starteten erfolgreich für den Schwimmverein Bamberg. Jochen, der in der Nationalmannschaft schwamm, wechselte aufgrund seiner zahlreichen Titel nach Offenbach. Dann verloren wir uns ein bisschen aus den Augen. Seit etwa drei Jahren haben wir wieder Kontakt. Jochen lebt mit seiner Familie in Wuppertal.  „Da ist der Weg ins Sauerland in die Olsberger Dorfkammer nur ein Katzensprung.“ Und er mag die Natur genauso wie ich. Die Stille und das Grün.  „Da bekomme ich den Kopf frei.“

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