Die Nase voll

Ein Ausflug. Raus auf’s Land. Zum Ratzeburger See im Südosten Schleswig-Holsteins. Warum nicht? Wäre da nicht die Sache mit den Bahntoiletten. Was soll’s. Neues aus der Gerüche-Küche…

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Samstag in Norddeutschland. Wir sitzen in der Bahn, wollen raus auf’s Land. Zum großen See, der an die Ufer Ratzeburgs schwappt. Dem slawischen Fürst Ratibor (Ratse) aus dem Mittelalter soll die Stadt ihren Namen verdanken.

Doch all das ist Nebensache. Im Zug wabert ein spezieller Odor durch die Waggons. Eine Mischung aus Käsefüßen, Knoblauch, Kaffee und Kräuterlikör. Meine Nase stellt auf Ohrenatmung um, die Blase meldet sich. Die Bordtoilette ist frei. Erleichterung. Zunächst zumindest.

Brille im Käsemansch

Doch beim Betreten der 00-Kabine schlägt mir eine Wand aus – ja, aus was? – entgegen. Auf der Ablage neben dem Waschbecken steht eine Portion Pasta. Mit ordentlich Parmesan und Sonnenbrille drin. Die anaerobe Phase will ausgereizt werden. Noch schnell ein Belegfoto. Und raus. Der oder die Absteller:in des Nudelgerichts hatte vermutlich eine lange Nacht und jetzt einen dicken Kopf. „Warum grinst du so“? „, fragt meine Partnerin Christine.“ Ich rümpfe die Nase, hole Luft und flüstere: „Im Klo stinkt es nach Pasta Pest(o). Wir freuen uns auf die frische Luft am Ratzeburger See. Da nehmen wir mindestens zwei Nasen voll. Luftkurort eben.

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