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  • Zilpzalp & Zaunkönig

    Zilpzalp & Zaunkönig

    Etwas verwunschen und unscheinbar liegt Willinks Park in Hamburg-Lokstedt. Auf Passanten wirkt er wie ein verwildertes Grundstück. Doch der erste Anschein trügt. Auf dem Areal existiert ein vitales Biotop. Spurensuche in der Nachbarschaft.

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    Achtlos brausen jeden Tag hunderte Autos vorbei. Kaum jemand nimmt Notiz von der dicht bewachsenen grünen Oase an der Niendorfer Straße. Die Tangente verbindet zwei große Ein- und Ausfalltrassen in Hamburg. Zu den Stoßzeiten morgens und abends herrscht hier viel Verkehr und Lärm.

    Der Willinks Park befindet sich südlich der Kollau-Niederung. Der Rütersbarg ist nah. Von einem Berg mag man kaum sprechen. Nicht einmal von einem Hügel. Bestenfalls von einer kleiner Anhöhe mit geringer Steigung.

    Erfolgreicher Protest

    Immerhin: Auf dem rund 1,3 Hektar großen Gelände soll es angeblich Hamburgs einziges jungsteinzeitliches Großsteingrab geben. Die benachbarte Straße „Beim Opferstein“ erinnert daran. Jedenfalls steht das Areal unter Denkmal- und Grabungsschutz.

    Um das Jahr 2011 herum gibt es dennoch Pläne, auf dem Grundstück Häuser zu bauen. Naturschützer und Anwohner protestieren. Offenbar mit Erfolg. Der Willinks Park lebt. Mit rund 170 alten Bäumen, mannshohen Büschen und Gestrüpp. Durchsetzt von Plastikmüll, leeren Getränkedosen und zersprungenen Flaschen. Aber auch mit einer facettenreichen Tierwelt. Insekten, Fledermäuse, Eichhörnchen und mindestens 17 verschiedene Vogelarten leben hier.

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  • Ursprung des Lebens

    Ursprung des Lebens

    Der Zugang zu sauberem Wasser ist alles andere als selbstverständlich. In manchen Regionen gilt H2O als knappes Gut. Experten mahnen seit Jahren vor allzu sorglosem Umgang damit.  Seit 1993 erinnern die Vereinten Nationen am 22. März an die große Bedeutung von Wasser.

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    Knapp Dreiviertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Es ist damit der häufigste Naturstoff. Mehr als 97,5 Prozent davon sind Salzwasser. Weniger als ein Prozent entfällt auf Trink- und Süßwasser.

    Angesichts dieser Zahlen wird deutlich: Das für unser Leben so wichtige Süßwasser ist eine knappe Ressource. Obwohl in Deutschland jedes Jahr im Durchschnitt rund 800 Liter Regen oder Schnee auf jeden Quadratmeter fallen.

    Ursprung von allem

    Auf dieser Seite spielt Wasser eine besondere Rolle. Nicht nur, weil ich gerne schwimme. Mir ist seit Kindesbeinen bewusst, dass Wasser lebensnotwendig ist. Ohne H20 gäbe es den Menschen nicht, die Tiere, die Pflanzen. Der antike Naturphilosoph Thales von Millet hat es so ausgedrückt: „Wasser ist der Ursprung von allem.“ Vielleicht tröstlich: Wasser verschwindet nicht einfach.

    Es bleibt erhalten. Seit Urzeiten bewegt sich Wasser in verschiedensten Systemen und Kreisläufen. Ein H2O-Molekül bleibt rund 3.000 Jahre im Ozean gebunden, bevor es das nächste Mal wieder abregnet. Wer überschaut schon drei Jahrtausende oder wartet auf den einen Mini-Tropfen? Weltweit transportieren Flüsse rund 127 Milliarden Liter Wasser. Nicht pro Jahr, sondern jeden Tag. Gigantische und kaum vorstellbare Dimensionen.

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  • Kaiser, Kogel, Klettereien

    Kaiser, Kogel, Klettereien

    Innsbruck ist nah. Das Sellraintal nutzt diese Nähe zur Stadt geschickt, ohne seine Identität zu verlieren. Der Alpinist und Fotograf Heinz Zak weiß das sehr zu schätzen. Immer wieder kehrt er in das Bergsteigerdorf zurück. Auch als Radio-Reporter…

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    Mit dem Bus braucht man vom „Goldenen Dachl“ nicht einmal eine Stunde bis nach Gries, Sellrain und St. Sigmund. In kaum einem anderen Bergsteigerdorf in Österreich liegen weitgehend unberührte Berge und das quirlige Leben einer Stadt so dicht beieinander. Für St. Sigmunds Bürgermeister Anton Schiffmann kein Fluch, sondern ein Segen: „Wir brauchen den Tourismus. Ohne ihn gäbe es hier vieles sicher nicht.“

    Natürliche Schatzkammer

    Seine Bürgermeister-Kollegen in Gries (Hans Motz) und Sellrain (Benedikt Singer) stimmen nickend zu, als Heinz Zak nachfragt. Der bekannte Alpinist und Fotograf kennt das Sellraintal sehr gut. „Das ganze Tal ist eine natürliche Schatzkammer, die schon Kaiser und andere prominente Gäste zu schätzen wussten.“ Heinz Zak ist ein weitgereister Mann. Doch er liebt seine Tiroler Heimat. Immer wieder kehrt er ins Sellraintal zurück. Dort findet er alles, was sein alpinistisches Herz begehrt.

    Hohe Berge, stille Täler, atemberaubende Aussichten und wundervolle Skitouren. „Für mich ist das Sellrain ein wahrer Fundus für meine Motive“, sagt Kletterpionier Zak. Und für unzählige Begegnungen, Gespräche und Erlebnisse.

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  • Scheitern ist eine Chance

    Scheitern ist eine Chance

    Ines Papert ist eine der herausragenden Alpinistinnen in Deutschland und der Welt. Die Abenteurerin entdeckte die Welt der Berge vergleichsweise spät. Dann aber mit Vollgas und mit zahlreichen Rückschlägen. Ein Gespräch über Projekte, Frauen und Beethoven.

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    Wir sitzen bei Ines Papert im Wohnzimmer. Der Ofen bullert leise. In der Ecke steht ein Klavier. Vor uns eine Tasse Kaffee. Draußen verschwindet die Sonne hinter den Bergspitzen in Bayrisch Gmain.

    Längst sind das Lattengebirge und die Spitzen rund um Bad Reichenhall zu Ines‘ Heimat geworden. „Der Hochstaufen ist quasi mein Hausberg“, sagt sie und schaut sehnsüchtig hinüber. Zu jenem Berg, der mit knapp 1.800m Seehöhe sicher nicht der höchste und schwierigste Gipfel ist, den Ines Papert bestiegen hat.

    Da war sogar ihre erste Bergtour überhaupt schon eine ganz andere Hausnummer. Vor etlichen Jahren kommt sie ins Berchtesgadener Land. Sie macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. In einer Klinik am Königsee.

    Zum Einstieg den Watzmann

    Tagtäglich hat sie den Watzmann vor Augen. Nichts weniger als eine Überschreitung von König Watzmann sollte es für den Anfang sein. Eine hochalpine und luftige Tour. „Mit der Ausgesetztheit des Geländes hatte ich so meine liebe Mühe“, erinnert sich die gebürtige Ostdeutsche. „

    Das hält Ines Papert aber nicht davon ab, als nächstes Ziel Südamerikas höchsten Berg zu erklimmen. Den Aconcagua in Argentinien. 6.961m hoch. Auch den bewältigt sie und ist endgültig infiziert. Vom Bergvirus. Er lässt Ines bis heute immer wieder aufbrechen. In wilde Gebiete, an steilste Wände, in Eis und Schnee und in große Höhen. Weltweit.

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