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  • Der Seeversteher

    Der Seeversteher

    Lutz Prauser schwimmt nicht einfach durch Seen. Er möchte sie verstehen. Rund 150 Seen, Weiher und Flüsse hat der 62-jährige Buchautor und Blogger inzwischen besucht und beschwommen. Was einmal mit 25 Seen begann, ist längst Passion…

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    Wir sitzen in Badehose am Hollerner See. Zwei Männer, beide 62 Jahre alt, beide mit einer ausgeprägten Vorliebe für Wasser, das weder Kacheln noch eine schwarze Linie am Grund braucht.

    Für Lutz Prauser ist die Situation trotzdem etwas ungewöhnlich. Ein Interview in Badehose habe er erst einmal gegeben, erzählt er. Bei einem Schwimmwettkampf, vor Jahren, ein Lokalreporter, zwei oder drei Fragen. „Aber so richtig ist es jetzt das Erste. Und wahrscheinlich auch das Letzte.“

    Im Abendlicht

    Es ist später Nachmittag in Eching bei München. Der Hollerner See schimmert türkisfarben, das Wasser hat rund 25 Grad. Der ehemalige Baggersee ist 28 Hektar groß und seit 2020 als Badesee in Betrieb. Heute ist er Naherholungsgebiet mit Wasserwacht und Gastronomie. Ein ziemlich passender Ort für eine Begegnung mit einem Mann, der in Seen nicht einfach nur gerne schwimmt. Lutz Prauser möchte sie verstehen.

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  • Berge laufen nicht weg

    Berge laufen nicht weg

    Es gibt Berge, die warten geduldig auf Besuch. Die Kreuzspitze im Villgratental war für mich genau so ein Gipfel. Lange bin ich an ihr vorbeigewandert, ehe ich mich doch auf den Weg mache. Nicht alles im Leben muss sofort erledigt werden.

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    Keine Ahnung, wie oft ich schon im Villgratental war. Dreißigmal? Fünfunddreißigmal? Viele Berge habe ich in diesem etwas abgelegenen Tal in Osttirol bereits besucht und bestiegen. Das Besondere daran: Keiner der Gipfel überschreitet die so oft zitierte magische Grenze von 3.000 Metern. Kein Makel, eher ein Markenzeichen. Denn lohnenswert ist es allemal, den einen oder anderen Fast-Dreitausender zu erklimmen.

    Ohne Dreitausender

    Die Weißspitze etwa. Mit 2.962 Metern der höchste Berg des Tals. Ein Grenzgipfel, denn das benachbarte Defereggental liegt direkt nebenan. Das gilt auch für die Rote Spitze. Beide habe ich vor einigen Jahren kennengelernt. Ebenso das Rote Kinkele, das Marchkinkele, den Gabesitten, das Degenhorn und die Hochgrabe. Nur einen Berg, sozusagen den Hausberg von Innervillgraten, habe ich bislang ausgelassen: die Kreuzspitze. Warum nur?

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  • #2 Tierische Nähe

    #2 Tierische Nähe

    Groß wie ein kleiner Bär, etwas tapsig und unfassbar entschleunigend. Die Rede ist von einer Bernhardiner-Hündin. Getroffen habe ich sie in der Schweiz. Bis heute denke ich immer wieder an Reica. Eine Geschichte über Ruhe, Kraft und Gelassenheit.

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    Manche Menschen eilen durchs Leben, andere schlendern. Manche Berge zwingen zu langsamen Schritten. Und manche Hunde scheinen jede überflüssige Bewegung konsequent zu vermeiden. So wie Reica. Wir begegnen uns vor elf Jahren in Martigny, der Gemeinde am Fuße des Großen St. Bernhard-Passes. Hier hat die Stiftung Barry ihren Sitz.

    Groß und artig

    Benannt nach jenem legendären Bernhardiner, der Anfang des 19. Jahrhunderts zahlreichen Menschen das Leben gerettet haben soll. Reica kommt gemächlich auf mich zu. Kein Springen, kein Bellen, keine überschwängliche Begrüßung. Warum auch? Wer so groß ist wie sie, muss niemandem etwas beweisen.

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  • 10 Jahre & weiter geht es

    10 Jahre & weiter geht es

    Wir sind auf der Zielgeraden. Der zehnte Geburtstag ist Geschichte. Nun richte ich wieder den Blick nach vorn. Eventoplena.de ist ein Teenager, läuft stabil und sicher. Mal schauen, wohin das nächste Abenteuer führt. In die Berge, ins Wasser oder in die Welt der Geschichten?

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    Zehn Jahre? Das kann doch nicht sein. Der Gedanke bringt mich zurück ins Jahr 2015. Ich schultere meinen Rucksack und wandere gut 1.400 Kilometer zu Fuß über die Alpen – von Maribor nach Monaco.

    Unterwegs begegnen mir viele Menschen. Sie hören von meiner Tour, fragen nach meinen Erlebnissen und geben mir immer wieder dieselben zwei Ratschläge: „Schreib ein Buch.“ Und: „Starte einen Blog.“

    Das Erlebnisreich

    Es dauert etwas, aber ich höre auf sie. Aus der Wanderung entsteht „Der blaue Tiger – Drei Monate zu Fuß über die Alpen“. 2016 geht eventoplena.de online. Der Name stammt aus dem Esperanto und bedeutet sinngemäß Erlebnisreich. Besser lässt sich der Inhalt kaum beschreiben: Berge, Wasser und Geschichten. Vor allem über Menschen und deren Erleben.

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