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  • Wenn das UND fehlt

    Wenn das UND fehlt

    Gut 25 Jahre lang waren Alix von Melle und Luis Stitzinger ein glückliches Paar. Im Mai 2023 stirbt Luis am Kangchendzönga. Für die Höhenbergsteigerin ändert sich das Leben schlagartig. Ein Gespräch über Trauer, Liebe und das Weitermachen.

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    Es ist ein heißer Sommertag in Füssen. Mehr als 30 Grad. Wir suchen den Schatten, gehen vom Lech hinüber zum Mittersee und weiter Richtung Obersee. Eine kleine Runde nur. Für Alix von Melle beinahe Alltag. Die Wege gehören zu ihrer Joggingstrecke.

    Dabei ist Alix eigentlich für ganz andere Dimensionen bekannt. Sieben Achttausender hat die Höhenbergsteigerin bestiegen, ohne künstlichen Sauerstoff.

    Unruhige Nacht

    Gemeinsam mit ihrem Mann Luis Stitzinger war sie an den höchsten Bergen der Welt unterwegs. 25 Jahre lang waren sie ein glückliches Paar. Im Leben und am Berg. Bis zum 25. Mai 2023.

    An diesem Tag erreicht Luis den Gipfel des 8.586 Meter hohen Kangchendzönga in Nepal. Am Abend zuvor hatten die beiden noch Kontakt. Alix drückt ihm alle Daumen und bittet ihn, sich zu melden, wenn er wieder gesund unten ist. „Mache ich. Bussi Lou“, schreibt er zurück. Alix von Melle schläft dennoch schlecht. „Vielleicht hatte ich eine Vorahnung.“

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  • #3 Tierische Nähe

    #3 Tierische Nähe

    Diesmal geht es um eine erfolglose Suche, die dennoch reichlich belohnt wird. Im Dschungel von Kerala bin ich auf der Pirsch. Wildlebende Tiger beobachten. Doch erstens kommt es oft anders, und zweitens als ich dachte.

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    Es ist schon einige Jahre her. Kurz vor Weihnachten in Südindien. Ich möchte mir einen Lebenstraum erfüllen: einmal einen Tiger in freier Wildbahn sehen. Also bin ich im Periyar-Nationalpark im indischen Bundesstaat Kerala unterwegs. Rund 50 Exemplare der gestreiften Großkatzen sollen dort umherstreifen. Die Chance, einen Tiger zu erspähen, existiert. Allein: Sie ist nicht groß.

    Dem Tiger auf der Spur

    Der Nationalpark umfasst knapp 800 Quadratkilometer. Recht weitläufig das Areal. In kurzer Zeit scheint eine gewissenhafte Safari kaum möglich zu sein. Nur noch vier Tage bis Weihnachten. Meine ganz persönliche Bescherung soll also der Anblick von Panthera tigris sein. So der Plan.

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  • Die Momentaufnahme

    Die Momentaufnahme

    Ein abgesägter Ast liegt ausbalanciert auf einem Stein mitten im Bach. Ein zufälliges Bild bei einem Waldspaziergang – und plötzlich kreisen Gedanken um die Mitte. Wo liegt sie? Ansichten ohne viele Bilder.

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    Neulich im Wald. Ich spaziere an einem Bach entlang. Die Trockenheit ist sichtbar. Nur wenig Wasser gurgelt durch das Bachbett. Felsblöcke liegen im Matsch. Vor einem großen Stein bleibe ich stehen und schaue genauer hin. Auf dem Rundling liegt ein abgesägter Ast aus Birkenholz. Gekonnt ausbalanciert. Er ruht in der Mitte.

    Vermutlich nur bis zum nächsten Hochwasser. Denn das kommt bestimmt. Dieses Bild beschäftigt mich. Eine Frage schießt mir durch den Kopf: Was bedeutet es eigentlich, in Balance zu sein?

    Zwischen zwei Seiten

    Von der Mitte lesen und hören wir immer wieder. Damit meine ich nicht einmal nur die politische Dimension, obwohl sie derzeit heftig diskutiert wird. Oft gilt die Mitte als Fundament gelebter Demokratie. Aber auch sie braucht zwei Seiten, zwischen denen sie sich befindet. Was also ist die Mitte?

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  • Hütte mit hoher Wand

    Hütte mit hoher Wand

    Was bringt eine Hebamme, eine ehemalige Personalerin, argentinische Köche und einen Wegewart zusammen? Die Antwort liegt auf 1.638 Metern. Auf der Austria-Hütte treffen ungewöhnliche Lebenswege auf mehr als 140 Jahre alpine Geschichte.

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    Manchmal braucht eine Berghütte nicht nur dicke Wände, sondern auch hohe. Zum Beispiel eine rund 1.000 Meter hohe im Hintergrund. Bei der Austria-Hütte ist das die legendäre Dachstein-Südwand.

    1.000 Meter steilstes Kalkgestein. Fast senkrecht. Doch bevor ich sie direkt vor der Nase habe, stapfe ich erstmal durch den Wald, oberhalb von Ramsau. In steilen Serpentinen hinauf zum Brandriedel, dem vorerst höchsten Punkt des Aufstiegs. Dann öffnet sich die Landschaft: Almwiesen, Haflinger, Kühe – und schließlich die Hütte. Dahinter türmt sich weiß-grauer Fels in den Himmel. Gewaltig, schroff und so nah, dass mein Blick wie ferngesteuert nach oben wandert.

    Das Besondere im Keller

    Die Austria-Hütte liegt auf 1.638 Metern. 1880 öffnet sie in diesem Almgebiet der Südseite des Dachsteins zum ersten Mal. Der älteste Teil des Hauses existiert noch immer – im Keller. Eine Besonderheit.

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