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  • Gegen alle Widerstände

    Gegen alle Widerstände

    Sie hat hohe Berge bestiegen, ist einmal um ihr Heimatland gewandert und hat sich in einer männlich dominierten Welt behauptet. Gertrude Reinisch-Indrich ist ein Energiebündel. Gelegentlich auch ein stures. Mehr im neuen Podcast.

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    Manchmal braucht es eine Zugfahrt, um einen Menschen wirklich kennenzulernen. So war es mit Gertrude Reinisch-Indrich und mir. Obwohl wir uns das erste Mal beim Mountainfilm Graz im November 2025 getroffen hatten. Schon dort kommen Gerti (so nennen sie fast alle) und ich ins Gespräch. Weil wir anschließend ein gutes Stück des Heimwegs gemeinsam im Zug verbringen, vertiefen wir unser Kennenlernen. Während der Intercity über die Gleise schaukelt, reden wir. Über Berge natürlich.

    Neugier und Natur

    Über Expeditionen, Frauen im Alpinismus, das Schreiben und Abenteuer. Und darüber, was einen Menschen antreibt, immer wieder aufzubrechen. „Eine Triebkraft ist die Neugierde und die Leidenschaft für die Berge und für die Natur“, sagt Gerti. Und formuliert einen Satz, der ziemlich viel über sie verrät: „Wenn ein schöner Tag ist, dann fällt es mir schwer, andere Arbeiten zu erledigen und nicht auf den Berg zu gehen.“

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  • Herzschmerz

    Herzschmerz

    Erst Herzprobleme, dann Untersuchungen, schließlich die Entwarnung: Sport? Ohne Einschränkungen. Eisschwimmen? Auch das. Nur eine Frage bleibt offen: Was hat die Beschwerden ausgelöst? Eine Suche mit Verunsicherung.

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    Vor einigen Wochen. Das Herz schmerzt. Es ist kein Liebeskummer? Oder war es im Grunde doch genau der? Hinter mir liegen jedenfalls anstrengende Wochen. Beruflich. Privat. Viel Arbeit und Stress, wenig Ruhe.

    Dann komme ich von einer Reise aus den Bergen zurück. Spät am Abend. Schon die Bahnfahrt nach Hause ist alles andere als entspannend. Gehört inzwischen wohl dazu. Sage ich mir jedenfalls. Die Nacht ist unruhig.

    Alles gut?

    Am nächsten Morgen wache ich mit einem beklemmenden Gefühl in der Brust auf. Enge. Atmen fällt schwer. Mein Herz zickt. Nicht zum ersten Mal. Schon in den Wochen zuvor hatte ich ähnliche Momente. Ich habe sie abgetan. Wird schon wieder. Diesmal will ich nicht verschieben. Es ist Samstag. Ich rufe den Notarzt. Was folgt, ist das ziemlich umfängliche Programm des deutschen Gesundheitssystems.

    Notfall-EKG, Klinik, Untersuchungen. Kein Herzinfarkt. Immerhin. Danach Hausärztin, Kardiologe, wieder EKG, Ultraschall, CT, schließlich Herzkatheter. Das Ergebnis: nichts.

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  • Glucksendes Glück

    Glucksendes Glück

    Andreas Rainer ist Hüttenwirt, Bergretter, Techniker und Problemlöser. Der Osttiroler führt die Bonn-Matreier-Hütte im Virgental. Die Saison ist jetzt vorbei. Aber die nächste kommt bestimmt. Mit alten und neuen Herausforderungen.

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    Aus der Tiefe gluckst und rauscht es. Andi Rainer schaut über den Rand der Zisterne. Ich beuge mich neben dem Hüttenwirt der Bonn-Matreier-Hütte ebenfalls nach vorn. Irgendwo dort unten verschwindet das Wasser im Dunkel. Auf 2.750 Metern ist dieses glucksende Glück keine Nebensache. Eher Existenzgrundlage.

    Arbeit mit Aussicht

    Andreas Rainer kennt auch die Stille. In seinem ersten Sommer als Hüttenwirt versiegte am 18. Juli die Quelle. Eine Woche später musste jeder Liter mit der Materialseilbahn nach oben gebracht werden. „3.000 bis 4.000 Liter am Tag“, erinnert er sich. „Ohne die Bauern im Tal wäre das kaum möglich gewesen.“ Ich richte mich wieder auf. Hinter uns steht die Bonn-Matreier-Hütte, vor uns fällt das Gelände steil ins Virgental ab.

    Ringsherum die Hohen Tauern. Ein Arbeitsplatz auf 2.750 Metern – mit ziemlich speziellen Arbeitsbedingungen.

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  • Heimlich dominant

    Heimlich dominant

    Der Wilseder Berg spielt in der ersten Liga. Nicht, wenn es um absolute Höhe geht. Eher, weil er mit 169 Metern etwas versteckt, bei dem viele andere Berge in Deutschland nicht mithalten. Zugspitze oder Watzmann können einpacken. Wie, was, warum?

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    Es gibt Berge, für die braucht es Steigeisen, Seil und einen Bergführer. Und es gibt den Wilseder Berg. Für den habe ich Frank Wippermann als Partner gewonnen. Nicht, weil ich einen Bergführer brauche. Sondern weil Frank einen geschrieben hat. Einen Bergführer für Hamburgs Berge. Mehr Expertise geht nicht. Gemeinsam stapfen wir von Undeloh los. Gut 1.000 Menschen leben in dem Heidedorf.

    Mit dem nötigen Ernst

    Der Name stammt wohl aus dem Langobardischen und soll „Quellhain“ bedeuten. Eine gute Stunde Fußweg liegt vor uns. „Ich glaube, wir senken in Undeloh das Durchschnittsalter deutlich“, bemerke ich beiläufig. Frank lacht: „Hauptsachs trockenes Wetter, ordentlich Wind, und reichlich Wolken.“ Beste Voraussetzungen für zwei Bergfexe, die einen Gipfelsturm planen. Auf sage und schreibe 169,2 Meter. Eine ernste Sache. Naja, fast.

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