Moin aus dem Winterwunderland. Einladung zum Laufen, zu Übungen im Eis, manchmal im kalten Wasser. Der Winter bremst, erzieht und schärft – und zeigt, warum weniger Tempo oft mehr bringt.
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Während viele gerade Socken, Kaffeetassen und Decken umarmen, schnappe ich mir die Lauf-schuhe und gehe hinaus – nicht auf die Loipe, nicht auf die Piste, sondern einfach raus in den Schnee. Joggen im Schnee-treiben, Übungen bei Eis und Schnee, manchmal auch ein Sprung ins eiskalte Wasser. Man könnte sagen: freiwillige Unbequemlichkeit. Raus aus der Komfortzone, rein in die Winterdisziplin mit Spaßfaktor.
Was ist Schnee?

Fangen wir vorne an. Schnee entsteht, wenn Wasserdampf in der Atmosphäre gefriert und sich zu winzigen Eiskristallen verbindet. Diese wachsen zu Schneeflocken heran und fallen – wenn Temperatur, Feuchtigkeit und Aufwinde zusammenpassen – zu Boden. Es braucht Kälte, Feuchtigkeit und ein bisschen meteorologisches Glück. Genau das hat das Tiefdruckgebiet Elli geliefert.
Es hat feuchte Luft vom Atlantik angesaugt und auf kalte Luftmassen geschoben. In Norddeutschland, ohne schützende Gebirge, konnte sich der Schnee ungehindert ausbreiten.
Und dann stehe ich draußen. Joggen im Schnee fühlt sich anders an als jeder Waldlauf ohne die weiße Pracht. Anders als jeder Jog auf Asphalt. Schnee erzieht. Tempo, Schrittfrequenz und Körperspannung werden automatisch angepasst. Aus dem vielleicht etwas ehrgeizigen Herbsttempo wird ein kontrollierter Winterrhythmus.










