Säuselndes Seenland

Er ähnelt einer Burg und thront hoch über Altaussee. Der Loser. Jener Gipfel, der mit ein bisschen Phantasie aussieht wie ein riesiges Ohr. So, als lauschte der Kalkberg weit ins Ausseerland. Besuch eines wuchtigen Wahrzeichens der Region.

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Krach oder Lärm gibt es in Altaussee so gut wie nie. Hier regieren eher leise Töne. Besucher wie ich müssen schon die Ohren spitzen, um dem Sound der Gemeinde im steirischen Salzkammergut zu lauschen.

Natürlich brummen auch hier Autos über die Straßen. Über den Altausseer See tuckern weiße Ausflugsdampfer und an den steilen Hängen des Loser schnurrt eine Seilbahn Richtung Gipfelplateau. Aber in einer „wohl-temperierten“ Lautstärke. Wer Ruhe sucht, findet sie in Altaussee. So empfinde ich das, als ich dort ankomme. An einem sonnigen und warmen Spätsommertag im beginnenden Herbst.

Spuren der Sommerfrische

Mit seinen gut 1.900 Einwohnern ist die Gemeinde seit spätestens der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Ort der Erholung. Adlige, betuchte Bürger und Künstler zieht es ins Ausseerland. In die Sommerfrische, wie es damals hieß. Als 1877 die Kronprinz-Rudolf-Bahn ihren Betrieb aufnimmt, ist die Region endgültig für den Fremdenverkehr erschlossen.

Um die Jahrhundertwende zieht es bekannte Schriftsteller nach Altaussee. Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Jakob Wassermann und andere. Sie hinterlassen Spuren. Bis heute findet sich etwa die Wassermann-Villa oberhalb vom Altausseer See.

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