Berchtesgadener Land

  • Auf alle Fälle

    Auf alle Fälle

    Fünf Wasserfälle. Fünf Fallstudien. Vom heilsamen Mikroklima in Partschins bis hin zum Königsbachfall in Bayern. Alle zeigen, wie fragil diese Urkraft der Natur ist. Auf der Spur des fallenden Wassers und der Energie des Lebens.

    Weiterlesen: Auf alle Fälle

    Wasserfälle sind mehr als nur herabstürzendes H2O. Sie sind Bewegung und Moment des Wandels. Seit jeher stehen die Kaskaden für Reinigung, für Neubeginn, für Kraft und sich im Fluss des Lebens fallen zu lassen.

    Wenn Wasser in die Tiefe rauscht, höre ich Energie. Tosend, unaufhaltsam und zerstäubend – immer lebendig. Für mich sind Wasserfälle Orte, an denen die unablässige Bewegung Demut einflößt. Orte, an denen ich tief atmen kann.

    Aus der Höhe in die Tiefe

    Wasserfälle zeigen symbolisch etwas, das im Alltag oft verloren geht: den Moment des Loslassens, des freien Falls. Alles wollen wir kontrollieren, festhalten, bestimmen, lenken. Es existieren aber Strömungen, gegen die wir nicht ankommen. Mit ihnen vielleicht.

    Die Energie des Miteinanders können und sollten wir nutzen. Denn: Verschwinden wird diese Urkraft nie. Zum Glück. Wie viele Wasserfälle es im deutschsprachigen Raum gibt, lässt sich kaum exakt beziffern – es sind Tausende.

    Aber das passt. Wasserfälle entziehen sich einer exakten Vermessung. Weil Wetter und Niederschlagsmengen höchst unterschiedlich daherkommen. Hier stelle ich fünf Wasserfälle vor, die ich besucht habe. Fünf Orte, die mich daran erinnern, dass Erholung kein Luxus ist – sondern Voraussetzung für ein lebenswertes Leben. Mal prickelnd und erfrischend. Mal Furcht einflößend und ungezähmt. Aber immer zumindest feucht. Mit allen Höhen und Tiefen. Von Südtirol bis Südbayern.

    Seiten: 1 2 3 4 5 6

  • Drahtseilakt überm See

    Drahtseilakt überm See

    Isidor: Der griechische Name bedeutet „Geschenk der Isis.“ Die ägyptische Göttin spielt hier zwar keine Rolle, aber Isidor heißt die Variante des Klettersteigs am Grünstein oberhalb des „göttlich“ grünen Königssees. Ein Wiedersehen…

    Weiterlesen: Drahtseilakt überm See

    Ein schlechtes Omen? 13 Jahre ist es her. Damals stand ich allein am Einstieg. Etwa 20 Minuten Fußmarsch oberhalb vom Ufer des Königssees entfernt.

    Die Bob- und Rodelbahn ließ ich seinerzeit genauso links liegen wie heute. Im Sommer ist an dieser Wintersportanlage fast nichts los. Nur ein paar Bauarbeiter, wenige Wanderer, drei Kühe und zwei Pferde.

    Wir sind eine kleine Gruppe. Meine Freunde Karin Freutsmiedl und Christof Wandratsch, deren zwei Töchter Vicky und Stella, sowie Lykka. Eine Freundin. Sie sind Klettersteig-NovizInnen. Ich fungiere sozusagen als Guide. Ausnahmsweise.

    Nur mit…

    2012 gehörte der Grünstein-Klettersteig zu einem meiner ersten Eisenwege. Zwar hatte ich damals einen Klettergurt und Karabiner dabei, aber keinen Helm. Aus heutiger Sicht eine unverzeihliche Nachlässigkeit, dass ich ohne Kopfschutz durch die Wand gekraxelt bin.

    Grob fahrlässig. Wer in einen Klettersteig geht, sollte immer mit herabfallenden Felsbrocken oder Steinen rechnen. Ich habe dazugelernt. Der Helm ist diesmal dabei. Also stehen wir am Einstieg. Die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel, der Fels ist heiß.

    Steil hinauf. (Bild: Karin Freutsmiedl)

    Seiten: 1 2 3 4 5

  • Berge sind Entschleunigung

    Berge sind Entschleunigung

    Steile Wände schrecken Alexander Huber nicht. Er liebt sie. Der Bayer gilt als einer der besten Kletterer der Gegenwart. Er lebt im Berchtesgadener Land, die alpinistischen Herausforderungen direkt vor der Haustür seines Bauernhofes. Den bewirtschaftet Huber mit ähnlich großer Leidenschaft wie er den Klettersport betreibt.

    Seiten: 1 2 3 4