Ehre, wem Ehre gebührt

Das ändert nichts daran, dass die Kletterin im vergangenen Jahr ihr Meisterstück abgeliefert hat. Gemeinsam mit ihrem Lebens- und Kletterpartner Jacopo Larcher ist Babsi wieder einmal im Yosemite-Valley in Kalifornien.

Ein Dorado für Kletter-Spezialistinnen. Die 1.000m hohe und senkrechte Granitwand El Capitan lockt. Die Route mit dem schönen Namen Freerider wollen sie durchsteigen. Für das Duo eine komplett unbekannte Linie. Die Bedingungen passen. Ein Gerücht macht die Runde: Babsi und Jacopo planten einen Flash. Die Route ohne Sturz ins Seil im ersten Durchgang klettern. Bislang hat das niemand geschafft. Auch kein Mann. „Wir hatten das gar nicht geplant“, erzählt Zangerl. „Es hat sich dann irgendwie ergeben, dass wir es probieren.“

Große Geste in großer Wand

Die ersten Seillängen sind nach Babsis Aussage eine Katastrophe. „Ich war überhaupt nicht locker.“ Aber dann läuft es. Jacopo Larcher kommt weit. Bis zu einem Untergriff im oberen Teil der Wand, den er übersieht. Der Südtiroler stürzt ins Seil. Aus. Vorbei. Frust statt Flash. „Babsi“ bekommt das Missgeschick natürlich mit. „Jacopo war enttäuscht, aber er hat mich weiter optimal unterstützt.“ Bis zum Schluss. Bis zum Erfolg. „Babsi Zangerl gelingt Flash“ – lautet eine der zahlreichen Titel in einschlägigen Magazinen.

Für die Jury der Paul-Preuss-Gesellschaft absolut preisverdächtig. „Auch deshalb ist Babsi jetzt in Altaussee. Eine Freude, dir die Auszeichnung für so viele tolle Erfolge zu überreichen“, sagt Georg Bachler unter dem Applaus des Publikums. „Wir freuen uns mit dir!“

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