Geografie

  • Heimlich dominant

    Heimlich dominant

    Der Wilseder Berg spielt in der ersten Liga. Nicht, wenn es um absolute Höhe geht. Eher, weil er mit 169 Metern etwas versteckt, bei dem viele andere Berge in Deutschland nicht mithalten. Zugspitze oder Watzmann können einpacken. Wie, was, warum?

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    Es gibt Berge, für die braucht es Steigeisen, Seil und einen Bergführer. Und es gibt den Wilseder Berg. Für den habe ich Frank Wippermann als Partner gewonnen. Nicht, weil ich einen Bergführer brauche. Sondern weil Frank einen geschrieben hat. Einen Bergführer für Hamburgs Berge. Mehr Expertise geht nicht. Gemeinsam stapfen wir von Undeloh los. Gut 1.000 Menschen leben in dem Heidedorf.

    Mit dem nötigen Ernst

    Der Name stammt wohl aus dem Langobardischen und soll „Quellhain“ bedeuten. Eine gute Stunde Fußweg liegt vor uns. „Ich glaube, wir senken in Undeloh das Durchschnittsalter deutlich“, bemerke ich beiläufig. Frank lacht: „Hauptsachs trockenes Wetter, ordentlich Wind, und reichlich Wolken.“ Beste Voraussetzungen für zwei Bergfexe, die einen Gipfelsturm planen. Auf sage und schreibe 169,2 Meter. Eine ernste Sache. Naja, fast.

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  • Suche nach dem Zauberberg

    Suche nach dem Zauberberg

    Abenteurer, Asienkenner und Alpinist. All das war Gottfried Merzbacher. Am 26. April jährt sich sein Todestag zum 100. Mal. Obwohl er zahlreiche alpine Erstbegehungen und Expeditionen absolviert hat, drohte sein Erbe in Vergessenheit zu geraten. Zu Unrecht.

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    Kräftige Böen rütteln am Zelt. Die Plane klappert gegen die Stangen. Ein 60-jähriger Mann sitzt an einem kleinen Klapptisch, notiert Zahlen und schreibt auf, was er draußen sieht: Riesige Gletscher, die größer sind als alles, was er bisher gesehen hat.

    Gottfried Merzbacher, ein Pelzhändler aus Bayern. Er ist in Zentralasien unterwegs. Im „Himmelsgebirge“, im Tien Shan. An jenem Sommertag des Jahres 1903 hockt der Abenteurer zwischen Kisten, seiner Fotoausrüstung und Messgeräten. Er versucht, das Gesehene in Worte zu fassen. Keine leichte Aufgabe. Schon der Weg bis hierher war alles andere als einfach.

    Reisen für die Forschung

    „Von allen Hochgebirgen der Erde sind wohl die zentralasiatischen, also auch das Tien Shan, die am schwersten zugänglichen,“ notiert er in sein Tagebuch. „Die Gletscher im Himmelsgebirge gehören sicher zu den größten kontinentalen Eisströmen“. Er muss es wissen. Merzbacher hat viele Gegenden der Erde besucht.

    In Persien war er, im Oman, in Kaschmir, in Nordafrika, im Kaukasus, in China und in den Alpen. In den Dolomiten, am Wilden Kaiser und anderswo.

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