
Eishöhlen gibt es viele. Aber diese ist vielleicht eine der beeindruckendsten. Überall Zapfen, vergleichbar mit einer Tropfsteinhöhle mit Stalaktiten und Stalagmiten. Der Unterschied: Im Natureispalast tropft es so gut wie nicht. Hier ist fast alles gefroren. Und es schimmert blau bis grau, grün bis weiß. Millionen Eiskristalle reflektieren das Blitzlicht der Kameras.
„Da muss ich schwimmen“
Christof Wandratsch

Roman Erler hat den frostigen Schlund im Jahr 2007 durch den sogenannten Zufall entdeckt. Der Bergführer kam von einer Tour und fand an eben jener gefrorenen Wand eine Gletscherspalte, die er zuvor noch nie gesehen hatte. „Nicht ungewöhnlich“, erzählt Roman Erler. „Denn Gletscher arbeiten und verändern sich ständig. Aber dieses Loch war anders.“ Es entstand ein begehbares und beschwimmbares Abenteuer.

Seither kehrt Wandi immer wieder zurück. Mit Menschen, die ihm nacheifern und in das eiskalte Gewässer steigen, um sich die natürliche Akupunktur durch Eiszäpfchen abzuholen. Ich gehöre auch dazu. Und Karin Freutsmiedl auch.
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