
Deshalb ist der Kletterer auch tief in die Familienhistorie hinabgestiegen. Der Name Jobstraibitzer ist eher selten. Er kommt aus dem Fersental im Trentino, aus dem Valle del Fersina in Oberitalien.

„Alle Jobstraibitzers weltweit kommen aus dieser Region.“Sie waren zumeist als wandernde oder fahrende Händler unterwegs. Im Trentino heißen sie „Krumer“. Als im 19. Jahrhundert die Geschäfte schlecht laufen, wandern viele Jobstraibitzers nach Südamerika aus. Nur Horsts Urgroßvater ist damals in die Steiermark gegangen und hat somit den Namen nach Österreich gebracht.
Niemals aufgeben
Auch nach Pernegg an der Mur und nach Mixnitz. Rund 350 Menschen leben in dem Pernegger Ortsteil, der vor allem mit griffigen Kalkwänden und der legendären Bärenschützklamm verbunden ist. Und mit vielen Geschichten. Etliche davon stammen aus Horst Jobstraibitzers Feder. Zum Beispiel das Wintermärchen vom Drachen Odolin.

Ursprünglich eine Geschichte in 24 Teilen, die Horst seiner damaligen Freundin als Adventskalender schenkt. 30 Jahre später wird daraus ein Kinderbuch, das sich gut verkauft. Band zwei gibt es auch schon. Beide Bücher handeln von Odolin, der in der nahgelegenen Drachenhöhle haust und sich mit einer Prinzessin anfreundet. Trotz aller Hindernisse und Bedenken. Für Horst Jobstraibitzer sind Odolin, die Bücher und das Klettern ein Symbol für das Leben.
„Niemals aufgeben.“ So wie bei Andrea, der einstigen Freundin, die den Adventskalender bekommen hat. Mit ihr ist Horst seit 28 Jahren verheiratet. „Dran bleiben, dann wird es was.“

Climax – Bärenschützklamm – Mixnitz – Odolin – Climbing.Plus

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