Wilde Grenzen

Eine Landschaft, die staunen lässt. Ein Gelände, das innere Reflexionen auslöst und zur Langsamkeit einlädt.

„Ruhige Schritte, gurgelnder Bach, wolkiger Himmel da oben. Braungelbe Felsabstürze, mehrere hunderte Meter hoch. Hinschauen. Wie klein bin ich.“ Jeder Schritt relativiert die eigene Bedeutung, jede Kurve eröffnet eine neue Perspektive. Langsam gehen, nicht aus Erschöpfung, der Genuss soll nicht enden. Dankbarkeit schwirrt durch die Luft. Hier fühle ich mich alles andere als verloren.

Weit ab vom Trubel

Obwohl der Berg über mir anderes vermuten ließe. Der Name Monte Perdido (der verlorene Berg) ist Programm. Weit ab von allem, was man Metropole oder Großstadt nennen könnte. 3.360 Meter über Seehöhe befindet sich der Gipfel des dritthöchsten Berges der Pyrenäen. Der Weg dorthin ist schweißtreibend, aber aussichtsreich. Rhythmus, Atmung, Ausblick. Alles fein.

Trotz kräftiger Böen, Regens und in größeren Höhen auch Schnee. Zerzaust, durch-nässt, hungrig, aber fröhlich kehre ich in die Unterkunft nach Torla zurück.

Seiten: 1 2 3 4

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert