Freiwillig Berge versetzen

Die Statistik zeigt: In Deutschland sind es 28,8 Millionen Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Ein Gegenwert von gut 32 Milliarden Euro.

In Österreich leisten rund vier Millionen Ehrenamtliche mehr als 470 Millionen Stunden Arbeit pro Jahr – mit einem volkswirtschaftlichen Nutzen von mehr als zehn Milliarden Euro.

Ein mehr als stattlicher Beitrag kommt auch aus Mixnitz. Von der dortigen Sektion des Österreichischen Alpenvereins. Obmann ist Gerhard Jantscher. 1.500 Mitglieder zählt die Sektion – bei nur 300 Einwohnern im Ort. „Wir betreuen 180 Kilometer Wege, machen Veranstaltungen, betreiben ein Kletterzentrum und kümmern uns um die Klamm. Das alles wird unterschätzt, selbst im Tourismus“, sagt Jantscher, dessen Vater schon viele Jahre als Obmann der Sektion aktiv gewesen ist.

Unbezahlbare Herkules-Aufgabe

Auch in seiner Ära gilt: Viel Arbeit, kaum Bezahlung, dafür ein hoher ideeller Wert. Sigi Wentner, Horst Jobstraibitzer und ich steigen weiter, vorbei an Unterständen, über Brücken, Leitern, frisch verschraubten Geländern.

Sigi erzählt von den „Souvenir-Sprossen“, mit denen Spenderinnen und Spender Leitern und Brücken finanzieren. Wer die Holzstufen hinaufgeht, liest ihre Namen im Vorbeigehen.

Wieder so eine Idee, um Geld zu sammeln – für den Erhalt der Klamm. Obwohl das Land Steiermark, etliche Sponsoren, Firmen und viele Kleinspender geholfen haben, bleibt der Alpenverein auf viel Eigenleistung sitzen. Im Grunde genommen eine Herkules-Aufgabe. Wollte man sie betriebswirtschaftlich erledigen, also mit Rechnungen, nur mit Fachpersonal und zu entlohnenden Kräften, wären solche Projekt nur schwerlich zu finanzieren. Wieder unbezahlbar.

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