
Nach knapp zwei Stunden erreichen wir das „Eiserne Tor“, den Ausstieg. Der Bach rauscht unter der letzten Brücke, wir wischen uns Schweiß von der Stirn.
Denkmal für das Gemeinwohl

„Jetzt ein Bier beim Guten Hirten“, sagt Horst. Sigi lacht. Wir sitzen auf der Terrasse der Jausenstation und plaudern gut gelaunt. Als ich Sigi frage, warum er sich ausgerechnet so intensiv um die Bärenschützklamm und das Ehrenamt kümmert, sagt er ohne Umschweife: „Mein Herz Herz hängt seit der Kindheit an der Klamm. Geld ist mir nicht wichtig. Mein Lohn ist ein anderer. Wenn die Leute sagen: Mensch Sigi, es war wunderschön.“ Unserem Tisch nähert sich ein Mann.
Er klopft dreimal auf die Platte, lächelt und fragt: „Wer ist denn der Sigi Wentner?“ Der Gesuchte schaut den Mann an und antwortet leise: „Das bin ich.“ Dann erwidert der Gast fast feierlich: „Wie ihr die Klamm wieder hergerichtet habt, das ist schon toll.“



Horst zwinkert mir zu. Sigi ist sichtlich gerührt. Jener Mann, der mehr als hundertmal im Jahr die Klamm hinaufgeht, immer für andere. Die Bärenschützklamm ist mehr als ein Naturdenkmal. Man darf die Schlucht auch als eindrucksvollen Beleg betrachten – für das Gemeinwohl orientierte Engagement von Menschen wie Sigi Wentner, Gerhard Jantscher, Doris Troppacher, Horst Jobstraibitzer und die vielen anderen. Sie versetzen Berge.
Bärenschützklamm – Alpenvereinssektion Mixnitz – Österreichischer Alpenverein – Almenland



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